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Der Telebasel News Beitrag vom 3. November 2016.
Basel

‹Aliena› feiert Jubiläum

Die Beratungsstelle Aliena empfängt seit 15 Jahren Sexarbeiterinnen in Basel. In den nächsten Jahren soll die Gewaltprävention verstärkt in den Fokus gerückt werden.

Vor 15 Jahren begann alles in einem kleinen Büro: Viky Eberhard bekam damals den Auftrag eine Beratungsstelle für Sexarbeiterinnen aufzubauen. In den letzten Jahren ist Aliena an der Webergasse 15 zu einer rege genutzten Begegnungszone herangewachsen.

Als einzige Fachstelle für Frauen im Sexgewerbe in Basel-Stadt sei es seit jeher ihr Ziel, möglichst viele Sexarbeiterinnen zu erreichen. Zwar habe das Gewerbe in den letzten Jahren einen grossen Wandel durchgemacht, das Bedürfnis nach einer Beratungsstelle sei jedoch noch immer dasselbe.

«Früher stammten die Frauen aus Frankreich oder Deutschland und heute sind es hauptsächlich Ungarinnen, die im Sexgewerbe arbeiten», so Viky Eberhard. Und auch die Anzahl der Frauen, die innerhalb der Toleranzzone arbeiten, sei gestiegen. Das führe dazu, dass die Preise sinken. «Es sind die Freier, die nach einem tieferen Preis fragen und nicht die Frauen, die ihre Dienste billiger anbieten», erzählt die Stellenleiterin.

Auch Sex ohne Kondom werde sehr oft verlangt. «Einerseits versuchen wir das Selbstbewusstsein der Frauen zu stärken, andererseits fördern wir ihre Sprachkenntnisse, damit sie einer Verhandlung gewachsen sind.»

Gewaltprävention steht im Fokus

Neben Beratungsangeboten für Frauen, die sich selbstständig machen möchten, der Hilfe bei der Steuererklärung und einem Mittagstisch, will sich Aliena in den nächsten Jahren verstärkt auf die Gewaltprävention fokussieren. «Wir möchten den Sexarbeiterinnen zeigen, wie sie sich schützen können und welche Handlungsmöglichkeiten nach einem Übergriff bestehen», so Stellenleiterin Viky Eberhard.

Ihr und ihrem Team schwebten schon verschiedene Projekte zu diesem Thema vor, das Problem liege bei der Finanzierung.

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In aller Kürze:

Die Beratungsstelle Aliena empfängt seit 15 Jahren Sexarbeiterinnen. In den nächsten Jahren soll die Gewaltprävention verstärkt in den Fokus gerückt werden.

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