Der bisherige Regierungsrat Christoph Brutschin (SP), links, und Regierungsratskandidatin Elisabeth Ackermann (Gruene), rechts, freuen sich nach der Bekanntgabe der Zwischenresultate der Gesamterneuerungswahlen des Kantons Basel-Stadt im Kongresszentrum in Basel, am Sonntag, 23. Oktober 2016. (KEYSTONE/Georgios Kefalas) / Telebasel
Basel

Cramer bereits gewählt – Ackermann auf dem Sprung

So deutlich haben es wahrscheinlich nur die absoluten Optimisten erwartet: Mit 21'771 erhaltenen Stimmen der Briefwähler, hat Elisabeth Ackermann (GB) den direkten Sprung in die Regierung nur knapp verfehlt. Noch besser gemacht hat es Conradin Cramer (LDP), der das absolute Mehr von 22'065 schon übertroffen hat und damit neu in der Basler Regierung vertreten sein wird. Nach Auszählung der brieflichen Stimmen ebenfalls bereits gewählt sind: Eva Herzog (SP), Christoph Brutschin (SP) und Lukas Engelberger (CVP).

Während sich die Linke bereits freuen darf, müssen die Parteien des bürgerlichen Bündnisses noch etwas zittern. Zwar konnten Conradin Cramer (LDP) und Lukas Engelberger (CVP) bereits ihre Sitze in der Regierung sichern, dafür muss sicher Baschi Dürr (FDP) in einem zweiten Wahlgang nochmals antreten. Mit dem guten Abschneiden von Elisabeth Ackermann, der nur wenige Stimmen für das absolute Mehr fehlten, ist die im Vorfeld so oft genannte bürgerliche Wende vorläufig in weite Ferne gerückt.

Knapp noch nicht geschafft hat es auch Hans-Peter Wessels (SP), er wird vermutliche ebenfalls auf die Stimmen aus einem zweiten Wahlgang angewiesen sein.

Zu den bisherigen «Verlieren» gehört der SVP-Kandidat Lorenz Nägelin. Er erhielt lediglich 16’644 der brieflichen Stimmen. Vor ihm liegt sogar die fünfte Kandidatin der rotgrünen Liste, Heidi Mück (BastA!) mit 16’674 Stimmen. Erwartungsgemäss chancenlos ist Martina Bernasconi (GLP) mit 12’954 Stimmen; weitere Kandidaturen sind abgeschlagen.

Üblicherweise machen die brieflichen Stimmen in Basel-Stadt rund 95 Prozent der Teilnehmenden aus. Bei insgesamt 106’407 Wahlberechtigten sind die Abstände diesmal bereits deutlich. Wer die beiden noch nicht vergebenen Regierungssitze erobert, entscheidet sich im zweiten Wahlgang am 27. November.

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