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Basel

Basler wollten keinen Rechtsrutsch

Basel-Stadt dürfte auch in der kommenden Legislatur von einer rot-grünen Mehrheit regiert werden. SVP-Herausforderer Lorenz Nägelin liegt beim ersten Zwischenresultat deutlich hinter der Grünen Elisabeth Ackermann.

Nach Auszählung der brieflich eingegangenen Stimmen liegen drei der fünf wieder angetretenen Bisherigen über dem absoluten Mehr von 22’065 Stimmen und wären so im ersten Wahlgang gewählt: Eva Herzog (SP) mit 31’411 Stimmen, Christoph Brutschin (SP) mit 27’486 Stimmen und Lukas Engelberger (CVP) mit 25’399 Stimmen.

Ebenfalls gemäss Zwischenresultat über dem absoluten Mehr liegt Conradin Cramer (LDP) mit 22970 Stimmen. Er dürfte damit erwartungsgemäss den Sitz des abtretenden Erziehungsdirektors Christoph Eymann (LDP) erben.

Hingegen muss Bau- und Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels (SP) mit 20’916 Stimmen wohl in den zweiten Wahlgang, der am 27. November angesetzt ist. Auch eine Ehrenrunde macht Justiz- und Sicherheitsdirektor Baschi Dürr (FDP) mit 20’184 Stimmen.

Bürgerliche Schlappe

Im Rennen um den Regierungssitz des abtretenden Präsidialdepartements-Vorstehers Guy Morin (Grüne) liegt seine Parteikollegin Ackermann mit 21’711 Stimmen zwar unter dem absoluten Mehr, aber deutlich vor Nägelin mit 16’644 Stimmen. Das erstmals zustande gekommene bürgerliche Viererticket von FDP, LDP und CVP mit der SVP steht demnach vor einer Wahlniederlage.

Knapp vor Nägelin steht sogar die fünfte Kandidatin der rotgrünen Liste, Heidi Mück (BastA!) mit 16’674 Stimmen. Erwartungsgemäss chancenlos ist Martina Bernasconi (GLP) mit 12’954 Stimmen. Abgeschlagen sind zwei weitere Kandidaten; Vereinzelte erhalten zudem 5633 Stimmen.

Üblicherweise machen die brieflichen Stimmen in Basel-Stadt rund 95 Prozent der Teilnehmenden aus. Bei insgesamt 106’407 Wahlberechtigten sind die Abstände nun schon deutlich: Ackermann liegt 1146 Stimmen unter dem absoluten Mehr, aber 5127 Stimmen vor Nägelin.

Regierungspräsidium offen – Grüne vorne

Im ersten Wahlgang ebenfalls noch nicht besetzt wird das vor acht Jahren eingeführte feste Regierungspräsidium: Alle fünf für dieses Amt Kandidierenden verpassen in der separaten Wahl voraussichtlich das absolute Mehr. Bei den brieflichen Stimmen liegt dieses bei 20’251 Stimmen.

Mit grossem Abstand in Führung liegen Elisabeth Ackermann mit 16’145 Stimmen und Baschi Dürr mit 13’532 Stimmen. Falls auch beim zweiten Wahlgang für das Regierungspräsidium am 27. November die Reihenfolge so bleibt, würde Dürr ein zweites Mal nach 2012 gegen eine grüne Kandidatur unterliegen.

Für das Regierungspräsidium kann in Basel-Stadt nur kandidieren, wer gleichzeitig auch für einen Regierungssitz kandidiert. Das Präsidium wird wie die Exekutivsitze jeweils für eine Amtsperiode von vier Jahren vergeben. (sda)

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