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Der Telebasel News Beitrag vom 17. Oktober 2016 von Matthias Kempf.
Basel

Flüchtlinge kicken sich in die Gesellschaft

Der Verein Raumfang hat mit Reinach einen 16. Standort gefunden, an dem eine Flüchtlingsmannschaft etabliert werden konnte. Am Montag, 17. Oktober 2016, war das erste Training. Im Vordergunrd stehen die Integration in die Gesellschaft und die Beschäftigung der Flüchtlinge. Aber die Verantwortlichen hoffen auch auf den Sprung von Flüchtlingen ins Profi-Business.

Sunil Karki, 31, ist Flüchtling aus dem asiatischen Bhutan. Für ihn ist heute ein besonderer Tag. Zum ersten Mal steht er als Teilnehmer des Projekts football connects auf dem Spielfeld in Reinach. Von dem Projekt erhofft sich Sunil Karki mehr Schweizer kennenzulernen. Das sei bis jetzt nämlich schwierig gewesen:

«Ja, die Bevölkerung ist etwas schwierig für uns. Aber mit solchen Projekten, wie jetzt mit dem FC Reinach, haben wir die Möglichkeit, mit Menschen aus vielen Ländern zusammenzukommen. Fussball ist eine universelle Sprache.»

16 Flüchtlinge trainieren am ersten Trainingstag in Reinach. In Zukunft wird jeden Montag trainiert. Das Interesse ist gross, besteht doch für die Spieler die Möglichkeit, im Verein Fuss zu fassen und neue Leute kennenzulernen. Im besten Fall erhofft sich Organisator Pascal Pauli eine Geschichte, wie jene von Ousman Manneh. Der gambische Flüchtling wurde in Deutschland Fussballprofi.

Keine Flüchtlingsliga

«Es wäre natürlich schön, wenn wir ein so schönes Beispiel wie gerade bei Werder Bremen erleben dürften. Aber grundsätzlich geht einfach darum, dass vor Ort die Fussballgruppen nach Möglichkeit beim Verein integriert werden können.» Zurzeit läuft das Projekt football connects an 16 Standorten in der Schweiz. Das Ziel ist, dass die Flüchtlingsmannschafen einen festen Platz in ihren Clubs bekommen und auch Spiele gegeneinander austragen können. Von einer regelrechten Flüchtlingsliga will Pauli aber nichts wissen.

«Es sollen auch Schweizer Spieler in die Mannschaften kommen. Eine eigentliche Flüchtlingsliga in der Schweiz ist so nicht geplant.» Sunil Karki freut sich auf mögliche Spiele gegen andere Mannschaften. Viel mehr freut er sich aber auf den Austausch mit anderen Spielern. Er hofft, dass er so auch Schweizer Freunde finden kann.

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In aller Kürze:

Flüchtlinge kicken sich in die Gesellschaft.

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