Featured Video Play Icon
Der Telebasel News Beitrag vom 28. September 2016 von Lena Oppong.
Baselland

Steigende Krankenkassenprämie aber sinkende Prämienverbilligung

Die Baselbieter SP ist empört über die steigenden Krankenkassenprämien. Im Landkanton müssen die Menschen nächstes Jahr durchschnittlich 321 Franken mehr für ihre Krankenkasse bezahlen. Dass der Geldbeutel der Baselbieter immer kleiner wird, daran sei auch der bürgerlich dominierte Kanton schuld, sagt die SP. Die Bürgerlichen weisen die Verantwortung von sich.

Die Schockbotschaft erreichte die Baselbeiter Bevölkerung vor zwei Tagen: Im 2017 steigen die Krankenkassenprämien schweizweit im Durchschnitt um 4,5 %. Im Baselbiet steigen die Prämien durchschnittlich gar um 5,8 %. Seit Jahren schiessen die Zahlen in die Höhe und der Geldbeutel der Baselbieter wird immer kleiner.

Höhere Prämienverbiligungen sollen Familien entlasten

In einer Mitteilung vom 26. September 2016 schreibt die Baselbieter SP, der Kanton schaue nicht nur zu, er sei auch zum «Mittäter» geworden. Denn die Prämienverbilligung, die Personen mit kleinerem Einkommen entlasten soll, wird seit Jahren gekürzt. «Besonders für Familien mit Kindern bedeuten die hohen Krankenkassenprämien eine zusätzliche Belastung. Der Kanton muss jetzt handeln und die Prämienverbilligung muss erhöht werden», sagt Adil Koller, Präsident der Baselbieter SP.

2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015
Prämienverbilligung Anteil Kanton 24 Mio. 34 Mio. 52 Mio. 52 Mio. 43 Mio. 44 Mio. 38 Mio. 33 Mio.

(Quelle: Statistisches Amt BL)

Gesundheitskosten sollen reguliert werden

Oskar Kämpfer, Präsident der Baselbieter SVP, sieht die Verantwortung jedoch in erster Linie beim Bund: «Der Brandstifter ist in Bern und der Kanton versucht an diesem Gesundheitssystem etwas zu machen», sagt er. Die Gelder an die Prämienverbilligung zu erhöhen sei nicht die Lösung. «Eine Erhöhung der Prämienverbilligung wäre nichts anderes, als zusätzliche Steuergelder auszuschütten», sagt Kämpfer. Man müsse die Kosten des Gesundheitssystems besser regulieren und dieser Impuls müsse von Bundesrat Alain Berset gesetzt werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

In aller Kürze:

Die Baselbieter SP empört sich darüber, dass der Kanton in den letzten Jahren die Prämienverbilligung fast halbierte. Daran Schuld sei die bürgerliche Regierung. Die Baselbieter SVP entgegnet, dass eine Erhöhung der Prämienverbilligung das Problem nicht löse - viel eher müsse das Gesundheitssystem überdacht werden.