Basel

Die kleine Reise der grössten Knolle der Welt

Die 87 Kilogramm schwere Knolle der grössten Blume der Welt wurde am Mittwoch ausgegraben und in den Kanton Freiburg transportiert. Dort bleibt sie, bis der Botanische Garten renoviert ist. Gemäss Kennern soll die Titanwurz Ende Jahr wieder blühen.

Als 2011 die Titanwurz in der Schweiz erstmals nach 75 Jahren wieder blühte, hielt die ganze Schweiz den Atem an – und das nicht, weilt die Blume grausam stinkt. Lange Menschenschlangen bildeten sich vor dem Botanischen Garten der Universität Basel. Alle wollten das seltene Gewächs aus Sumatra sehen. Seither hat die Titanwurz in Basel noch zweimal geblüht. Aus dem lateinischen übersetzt (Amorphophallus titanum) bedeutet Titanwurz etwa soviel wie «unförmiger Riesenpenis».

Blüten ab 20 Kilogramm schwerer Knolle

Damit eine Titanwurz aber blühen kann, muss ihre Knolle mindestens 20 Kilogramm wiegen. Das Exemplar in Basel brachte am Mittwoch nach der Ausgrabung aus ihrem Topf stolze 87 Kilogramm auf die Waage. Ausgegraben wurde die Knolle der Blume zwecks einer Reise nach Kerzers ins Papiliorama. Dort bleibt die Basler Titanwurz, bis der Botanische Garten in drei bis vier Jahren saniert ist. Der Ziehvater der Titanwurz, Inayat Olmedo, seines Zeichens auch Orchideengärtner, ist etwas wehmütig. «Wir sind froh, dass wir einen passenden Platz gefunden haben, aber sie fehlt mir jetzt schon», sagt der persönliche Gärtner der Titanwurz. Er hat sie täglich gepflegt, beobachtet und Tagebuch geführt über ihr Wachstum. Und auch Heinz Schneider, Leiter des Botanischen Gartens, freut sich bereits auf die Rückkehr der Sehenswürdigkeit. Die beiden werden die Blume respektive die Knolle in der Zwischenzeit in Kerzers besuchen. Dort ist sie gut angekommen. «Wichtig ist, dass die Knolle nicht austrocknet, während sie nicht in der Erde ist», sagt Schneider.

Der Beitrags aus den Telebasel News vom 21. September 2016:

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In aller Kürze:

Die Titanwurz aus Basel verreist nach Kerzers.

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