Laut der Studie kann es dementsprechend kaum empathischer werden, als am Oktoberfest in München. (Keystone)

Basel

Unispital beweist: Bier macht gesellig!

Was mindestens solange vermutet wurde, wie der vermeintliche Absturz von Ausserirdischen in Roswell ist nun wissenschaftlich bewiesen: Bier macht gesellig! Eine Studie des Basler Universitätsspital, die den Effekt von Alkohol auf die menschliche Empathie untersuchte, bestätigt nun das, was Biertrinker auf der ganzen Welt bereits inoffiziell wussten.

Viele Menschen kennen den Effekt oder die akute Wirkung von Alkohol auf den Gemütszustand. Bisher existierten zu diesem Thema aber nur geringe wissenschaftliche Fakten. Überhaupt keine Daten lagen beispielsweise zum Effekt von Alkohol auf die Empathie eines Menschen vor. Nun zeigt eine neueste Studie des Universitätsspital Basel (USB) wie Alkohol die Wahrnehmung von Gefühlen und von sexuellen visuellen Reizen verändert.

Erhöhte Gesprächigkeit und Offenheit

«Wer ein Glas Bier trinkt, erkennt fröhliche Gesichter rascher und hat ein stärkeres Bedürfnis, mit anderen Menschen zusammen zu sein», sagt Studienleiter Professor Matthias Liechti vom USB. «Alkohol fördert nicht nur die Geselligkeit, sondern führt auch zu subjektiv erhöhter Gesprächigkeit und Offenheit. Diese Alkoholeffekte werden von Personen, die sich als eher zurückhaltend und sozial scheu beurteilen, besonders stark empfunden», führt der leitende Arzt der klinischen Pharmakologie und Toxikologie aus.

Kein Beweis für sexuelle Erregung

Ferner zeigt die Studie, dass die Studienteilnehmer und Studienteilnehmerinnen die Betrachtung von erotischen Bildern als angenehm empfanden. Die Betrachtung explizit sexueller Bilder wurde – vor allem von Frauen – nach Alkoholkonsum deutlich angenehmer empfunden als ohne Alkohol. Dass der Alkohol aber zu einer direkten sexuellen Erregung führt, konnte die Studie hingegen nicht bestätigen.

Für Studie wurden 60 Männer und Frauen im Alter von 18 bis 50 Jahren eingeladen, ein alkoholhaltiges Bier zu trinken. An einem anderen Tag konsumierten die Teilnehmer ein alkoholfreies Bier. Die Reihenfolge war willkürlich und die Leiter der Studie hatten keine Kenntnis davon, ob nun Alkohol im Spiel war oder nicht. Keine Wirkung hatte der Alkohol auf das sogenannte «Kuschelhormon» Oxytocin.

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