Basel

SVP-Leitung distanziert sich von Aeschbachs Facebook-Post

SVP-Politiker und Grossratskandidat Patric Aeschbach schiesst auf den sozialen Medien übers Ziel hinaus und wünscht der Konkurrenz von Links den Tod. Der Post wurde inzwischen gelöscht. SVP-Grossrat Joel Thüring äusserst sich auf Telebasel zu den Entgleisungen seines Parteikollegen.

Der SVP-Grossratskandidat Patric Aeschbach liess auf Facebook seinen Emotionen freien Lauf: «In muslimischen Ländern wird sexuelle Belästigung und Vergewaltigung mit dem Tod bestraft». Wie ‹20 Minuten› gestern berichtete, pries Aeschbach in seinem bereits wieder gelöschten Post die Scharia und die religiösen Gesetze des Islams.

«Die Linken werden ihre gerechte Strafe erhalten»

Zudem drohte er damit auf Facebook direkt der linken Konkurrenz: «Die Linken werden ihre gerechte Strafe erhalten und für alles bezahlen», schimpfte er und wünschte damit den Linken den Tod. Seine Entgleisung im sozialen Netzwerk sorgte für Empörung. Mehrere Grossratskandidaten und baselstädtische Politiker äusserten ihre Entrüstung über Aeschbachs Kommentar.

Dieser behauptete zunächst, dass der Text nicht von ihm stammte und löschte anschliessend sofort den Post. Gegenüber ‹20 Minuten› wollte die SVP zu den verbalen Ausschweifungen ihres Parteiangehörigen keine Stellung nehmen. Auf Telebasel äusserst sich SVP-Wahlkampfleiter und Grossrat Joel Thüring zu Patric Aeschbachs Facebook-Ausbruch.

Nicht die Meinung der SVP Basel

Er betont, dass es sich um eine Einzelmeldung Aeschbachs handle und nicht um die Meinung der SVP Basel. Und auf die Frage, ob Aeschbachs Aktion Konsequenzen habe: «Wir können nicht für jeden Kandidaten die ganze Verantwortung übernehmen», so Thüring. Es sei jedem freigestellt, zu posten, was er wolle. Dennoch: «Es ist klar, dass wir solche Sachen grundsätzlich nicht gerne sehen respektive auch nicht dulden.» Patric Aeschbach selber reagierte nicht auf mehrere Anfragen von Telebasel.

Der Telebasel News Beitrag vom 19. September 2016:

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In aller Kürze:

SVP-Politiker Aeschbach wünscht den Linken auf Facebook den Tod.

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