Bahnschwimmer kommen fast bei jedem Wetter, aber die anderen Gäste setzten das schöne Wetter voraus. (Bild: Keystone)
Basel

Basler Badis: Mächtiger Endspurt aber kein erster Platz

Das letztjährige Superjahr konnten die Basler Gartenbäder nicht wiederholen: Wegen dem wechselhaften Wetter in den Monaten Mai, Juni und Juli verkauften sie weniger Eintritte. Das Minus konnten in den letzten heissen Tagen nicht wettgemacht werden.

Die Schwimmbecken sind voll, der Schweiss läuft und die Plätze unter den schattenspendenden Bäumen sind begehrt: Wenig deutet am Sonntag im Gartenbad Bachgraben darauf hin, dass hier bald Schluss ist. Aber so ist es: Am Sonntagabend endet die Saison der Basler Gartenbäder Bachgraben und Eglisee – nur das Sportbad St. Jakob bleibt noch zwei Wochen länger geöffnet.

Eine Verlängerung um ein paar Tage, wie es das Naturbad in Riehen verkündet hat, das geht beim Bachgraben nicht. Das Team um Leiter Peter Portmann wechselt ab Montag rüber auf die Kunsteisbahn Margarethen. Dort muss bereits das Eis erstellt werden. Das Gartenbad Bachgraben wird derweil für den Winter fit gemacht. «Das ist ja wahrscheinlich auch im Sinne vom Steuerzahler, dass wir nicht einfach warten, wie es wird und dann vielleicht nur rumsitzen», sagt Portmann.

Das Bachgraben blickt bezüglich Eintritten auf eine durchwachsene Saison zurück – trotz der letzten zwei Wochen, als der Sommer noch einmal zum Endspurt angesetzt hatte. Zwar war es seit dem Frühjahr immer wieder schön, aber dazwischen gab es eben auch immer mal Temperaturstürze. «Wenn’s in einem Sommer mal einen Tag schlecht Wetter ist, ist das kein Problem. Nach einer längeren Kälteperiode kommen die Leute aber weniger ins Bad», sagt Peter Portmann. Im Vergleich zum letzten Supersommer 2015 habe das Bachgraben natürlich viel weniger Eintritte gehabt. Aber die Eintritte seien auch nicht so tief wie in anderen Jahren, sagt der Leiter: «Es war alles in allem ein durchschnittlicher Sommer.» Das Sportamt kommuniziert die genauen Eintrittszahlen nach Saisonschluss des St.-Jakob-Sportbades.

Gartenbad: Konkurrenz durch den Rhein

BILDCOMBO - Collage von verschiedenen Bilder von Teilnehmerinnen und Teilnehmern des 36. Basler Rheinschwimmens in Basel am Dienstag, 16. August 2016. Die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG Basel fuehrt jeweils jaehrlich das offizielle Basler Rheinschwimmen durch. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)
Schwimmen im Rhein – für viele Basler die bessere Alternative. Quelle: Keystone

Früher, da seien einmal an einem Tag über 15’000 Leute im Bachgraben gewesen, erzählt Portmann. Heute sind solche Zahlen undenkbar. Auch weil das Schwimmen im Rhein viele potentielle Kunden abzieht. «Wir merken das», sagt Portmann. Aber ein Gartenbad sei immer noch sehr attraktiv – gerade für Familien, Kinder und natürlich Leute, die gerne Bahnen schwimmen.

Der Telebasel News Beitrag vom 11. September 2016:

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In aller Kürze:

Heute endet in Basel die Gartenbad-Saison, das wechselhafte Wetter machte den Badis dabei einen Strich durch die Rechnung.

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