Das Bundesamt für Strassen Astra will die unbestrittenen Lärmsanierungsmassnahmen nur zusammen mit der Sanierung realisieren. (Bild: Telebasel)

Basel

Sofortiger Lärmschutz an der Osttangente gefordert

Nach der Präsentation von Astra und Baudepartement melden sich Anwohner zu Wort und sammeln Unterschriften.

Ein gemütliches Grillfest im Garten oder Schlafen bei offenem Fenster – das sind Aktivitäten, von denen die Anwohner der Schwarzwaldallee nur träumen können. Tag und Nacht hören sie den Lärm der Autobahn vor ihrer Haustüre.

Deshalb sammelt der Verein ‹Osttangente – so nicht!› Unterschriften für eine Petition. Damit wollen sie die Lärmschutzmassnahmen entlang der Autobahn an der Osttangente forcieren (Telebasel vom 5. September 2016).

Das Bundesamt für Strassen Astra will die unbestrittenen Lärmsanierungsmassnahmen nur zusammen mit der Sanierung realisieren. Laut der aktuellen Planung des Astra beginnen die Sanierungsarbeiten des Autobahnabschnittes erst ab dem Jahr 2019 und werden nicht vor 2025 fertig sein. Mit den ersten beiden Petitionen – 2009 mit fast zweitausend Unterschriften an den Kanton und 2012 mit über elftausend Unterschriften an den Bund – hat der Verein wir oberirdischen Ausbau des Autobahnabschnittes verhindert. Stattdessen ist nun ein Tunnel zwischen der Hagnau und Basel-Nord geplant, der frühestens im 2035 eröffnet wird.

Petition wird Mitte September eingereicht

Der Zeitplan des Astra dauert den betroffenen Anwohnern viel zu lange – zumal das Basler Amt für Umwelt und Energie im Jahr 2005 bereits umfassende Lärmschutzmassnahmen erarbeitet hat. «Planen, das können wir nicht mehr hören. Wir fordern endlich eine Umsetzung», sagt Bruno Keller, Präsident des Vereins ‹Osttangente – so nicht!›. Beispielsweise optimierte und ergänzende Wände oder Flüsterbeläge seien dringend notwendig. «Solche Massnahmen könnten auch jetzt schon umgesetzt werden», sagt CVP-Grossrat Oswald Inglin. «Wir werden weiterhin Druck ausüben.»

Der Wille der kantonalen Verwaltung, beim Bund entsprechenden Druck aufzusetzen, scheine schwach. Und die Regierung verwies in den Antworten einer entsprechenden Interpellation von Inglin an das Astra, welches seit 2008 für die Schweizer Autobahnen zuständig ist.

Die Petition will der Verein an der ersten Grossratssitzung nach der Sommerpause einreichen.

Der Telebasel News-Beitrag vom 6. September 2016:

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

In aller Kürze:

Nach der Präsentation von Astra und Baudepartement melden sich Anwohner zu Wort und sammeln Unterschriften.

Auch interessant