(Bild: Telebasel)

Basel

Report: Währungen mal anders

Warum zahlen eigentlich alle immer mit Schweizer Franken? In Basel gibt es mindestens drei weitere Währungen, die man zum Bezahlen verwenden kann. Der Telebasel Report vom 24. August 2016 zeigt, welche.

Währungen gehören zu einem Land wie dessen Berge und Seen. Der Schweiz ihren Schweizer Franken, die USA ihren Dollar. Trotzdem: Eine Währung einführen kann eigentlich jeder, der will. Falls gewünscht, könnten wir morgen auch den Telebasel-Dollar einführen.

Solange es genügend Leute gibt, die dem Telebasel-Dollar vertrauen und ihn als Zahlungsmittel akzeptieren, geht das in Ordnung so. Was hier als Gedankenexperiment aufgeführt wird, wird in zahlreichen Städten und Ländern der Welt jedoch tatsächlich praktiziert. Solche Währungen nennt man Alternativ- bzw. Komplementärwährungen.

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Der Netzbon

Auch in Basel gibt es für Franken-Muffel Alternativen, zum Beispiel den Netzbon. Netzbons werden vom Verein Soziale Ökonomie Basel herausgegeben und können in über 130 Betrieben in der Stadt als Zahlungsmittel verwendet werden.

Die Noten können im Internet bestellt werden – 100 Netzbons für 100 Franken. Auch wenn ‹Bon› im Namen vorkommt, unterscheidet sich die Währung allerdings von ähnlichen Zahlungsmitteln, wie beispielsweise dem Pro Innerstadt-Bon. Geschäfte, die den Pro Innerstadt-Bon annehmen, tauschen die angenommen Bons später wieder in Schweizer Franken um.

Netzbons sind aber nicht zum Rücktausch in Franken gedacht und können nur gegen eine einmalige Gebühr von 20 Franken sowie einer Wechselgebühr von 5 Prozent des Betrages umgetauscht werden. Ziel ist, dass Empfänger von Netzbons ihrerseits auch wieder mit Netzbons einkaufen. So entsteht ein eigenes Netzwerk, das unabhängig vom Schweizer Franken existiert.

Währungen 2
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Eine nachhaltige Alternative

Eine weitere Eigenheit des Netzbons ist dessen klare Ausrichtung auf lokale, soziale und ökologische Betriebe. Während dem Pro Innerstadt-Netzwerk beinahe jeder beitreten kann, der möchte, werden die Mitglieder bei Netzbon selektioniert. Grossbetriebe sind von vornherein ausgeschlossen. Wer seine Rüebli aus China einfliegen lässt, auch. Somit weiss jeder, der Netzbons als Zahlungsmittel nutzt, dass sein Betrag irgendwann auch wieder in einen nachhaltigen, ökologischen und sozialen Basler Betrieb fliesst.

Nebst dem Netzbon gibt es in Basel noch weitere Komplementärwährungen.

Welche das sind, sehen Sie im Telebasel Report vom 24. August 2016:

In aller Kürze:

Telebasel Report zeigt, welche Alternativen es zum Schweizer Franken gibt, wenn man in Basel bezahlen will.

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