(Keystone)

Baselland

Sanierungsverfügung für Muttenzer Alt-Deponie

Für die alte Deponie Feldreben ist die Sanierungsverfügung nun auf dem Tisch: Neben Zielen und Massnahmen beinhaltet das Dokument auch zahlreiche Vorgaben und Auflagen. Die Verfügung soll dem Amt für Umweltschutz im Bezug auf die mit Chemiemüll belasteten Deponie Rechtssicherheit geben.

Die formelle Verfügung sei nötig geworden, da die Gemeindeversammlung von Muttenz im Oktober 2014 eine zuvor ausgehandelte Kooperationsvereinbarung abgelehnt hatte. Grund dafür war, dass eine Teil- und keine Totalsanierung der alten Deponie geplant ist. Der Gemeinderat kündigte in der Folge an, die Sanierungsverfügung, sowie die Kostenteiler anzufechten.

Wie der Kanton mitteilte, werde der Öffentlichkeit noch keine Einsicht in das rund 60 Seiten umfassende Dokument gewährt, da es sich um ein laufendes Verfahren handle. Im Grossen und Ganzen beinhalte die Verfügung aber die am runden Tisch ausgehandelten Massnahmen und Ziele.

Wer zahlt die 175 Millionen Franken?

Das im Jahr 2013 eingereichte Teilsanierungsprojekt der Alt-Deponie sieht eine Grundwasserbehandlung und den Teilaushub vor. Neu wurde berücksichtigt, dass während der Sanierung unvorhergesehene Überraschungen auftauchen können.

Die Kosten für das Projekt werden derzeit vom Kanton auf rund 175 Millionen Franken geschätzt. Wer diese Kosten am Ende tragen müsse, habe das Amt für Umweltschutz und Energie (AUE) noch nicht festgelegt. Bei einem maximalen Rechtsweg bis zum Bundesgericht, rechnet das AUE mit einer Verzögerung der Sanierung von zwei bis drei Jahren. Zusätzliche Verzögerungen könnte es anschliessend bei Einsprachen gegen die notwendigen Baubewilligungen kommen.

Kein Einfluss auf Asylzentrum

Die Deponie Feldreben wurde im letzten Jahrhundert erst mit Hauskehricht, Bauschutt und Gewerbeabfällen gefüllt und anschliessend als Abfalllager für die Basler Chemie- und Pharmafirmen genutzt. Nach der Schliessung der Deponie wurde das rund 52’000 Quadratmeter grosse Areal als Lastwagenterminal genutzt.

Derzeit ist auf dem Areal ein temporäres Bundes-Asylzentrum geplant. Dort sollen rund 900 Asylsuchende in Zukunft untergebracht werden. Laut AUE tangiere die Sanierung die Nutzung des Geländes durch den Bund nicht, da mit der geplanten Grundwasserbehandlung auch bei einer gleichzeitigen Nutzung begonnen werden könne.

Der Telebasel News-Beitrag vom 18. August 2016:

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In aller Kürze:

Sanierungsverfügung für Muttenzer Alt-Deponie.

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