Das neue Sekundarschulhaus Sandgruben. (Bild: Telebasel)
Basel

Grösstes Schulhaus seit über 40 Jahren

Heute wurde das neue Sekundarschulhaus Sandgruben eingeweiht. Es ist der grösste Schulhausneubau im Kanton Basel- Stadt seit der Schulanlage Bäumlihof vor über 40 Jahren. In zwei Jahren Bauzeit ist auf dem bestehenden Schulareal ein Bau entstanden, der optimal an neue Formen der Didaktik angepasst ist.

Laut Schulleiter Götz Arlt werden die Schüler rund 1/3 der Präsenzzeit nicht mit dem üblichen Frontalunterricht verbringen, sondern alleine oder im Team individuelle Aufträge bearbeiten. Aus diesem Grund wurden mehrere sogenannte Lernateliers und Gruppenarbeitsräume eingerichtet. Diese Art der Ausbildung soll die Schülerinnen und Schüler besser auf die kommenden Herausforderungen vorbereiten. Damit die Lektionen im Lernatelier nicht ungenutzt vergehen, würde jede Klasse weiter von einer Lehrperson beaufsichtigt.

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An der Sekundarschule Sandgruben werden zudem verschiedene Arten der Durchmischung angewandt. So werden in gewissen Fächern Schülerinnen und Schüler aus allen Altersstufen gemeinsam unterrichtet. Das Sandgrubenschulhaus ist eine sogenannte Erfahrungsschule des Kantons Basel- Stadt. Während einigen Jahren soll hier getestet werden, wie sich die Altersdurchmischung bewährt. Im Fremdsprachenunterricht sollen die Klassen anders gemischt werden. Dort sollen jeweils nur die Schüler des gleichen Jahrgangs zusammen lernen. Dafür werden die Schüler der verschiedenen Niveaustufen gemeinsam unterrichtet. Trotzdem käme es zu keiner Angleichung der Anforderungen meint Schulleiter Götz Arlt: «Wir haben in diesem Sinne keine Niveau Durchmischung, sondern es ist ganz klar: Ein P-Zug Schüler in der ersten Klasse ist ein P-Zug Schüler der ersten Klasse. Wenn er einen Test hat, so muss dieser auf dem P- Zug Niveau der ersten Klasse sein.» Um dies zu gewähren seien die Lehrer gefordert. Sie müssten neue Arten von Test entwickeln: «Im Englischunterricht beispielsweise macht die Lehrperson entweder drei Tests A, E, P. Oder sie macht einen Test und sagt: Der A- Zug Schüler muss nur die ersten zwei Fragen beantworten und der P- Zug Schüler muss auch die erweiterten Aufgaben lösen, um eine Sechs zu schaffen.»

62.5 Millionen Franken

Schweizweit gäbe es schon mehrere Schulen die ein ähnliches Konzept anwenden. Auch an anderen Schulen in Basel würden Teile davon bereits umgesetzt. Eine Einführung in diesem Rahmen an einer Schule dieser Grösse sei aber sehr selten meint Götz Arlt: «Viele Schulen die dies bis jetzt gemacht haben, die haben dies in einem kleinen Rahmen gemacht. Und wir sind ein grosser Sekundarschulstandort in Basel, aber auch gesamtschweizerisch gesehen. Und es ist selten, dass sich eine so grosse Schule auf diesen Weg macht. Sie müssen sich vorstellen: Dazu braucht es viele Leute, die dazu bereit sind ihren Beruf auf den Kopf zu stellen und ganz anders zu arbeiten. In grossen Teams gibt es Dynamiken die so etwas verhindern. Weil wir hier nun aber eine neue Schule aufbauen, war es möglich, dies zu machen.»

Für den Bau des neuen Sekundarschulhauses und eines Kindergartens wurden 62.5 Millionen Franken bewilligt. Laut Regierungsrat Hans-Peter Wessels wurde das Budget eingehalten. Auch wenn dazu einige Korrekturen am ursprünglichen Projekt nötig waren. Das alte OS- Schulhaus gegenüber dem Neubau wird noch bis nächsten Sommer saniert und dann in die Sekundarschule integriert.

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Der Beitrag in den Telebasel News vom 12. August 2016:

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In aller Kürze:

Einweihung des neuen Sekundarschulhauses Sandgruben.

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