Gelterkinden bezahle zu viel, findet das Referendum-Komitee. (Telebasel)
Baselland

Das Hallenbad Gelterkinden kommt an die Urne

Das Referendum gegen den Neubau des Gelterkinder Hallenbades ist zustande gekommen. Jetzt müssen die Stimmbürger entscheiden, wie es mit dem Projekt weitergeht. Für die Gemeindepräsidentin ist klar: Viel Spielraum gibt es nicht.

Eigentlich hätten Anfang September die Bagger in Gelterkinden auffahren sollen. Alles war bereit für den Neubau. Die Asbest-Sanierung ist durchgeführt, die Finanzierung steht. Jetzt aber muss das Projekt eine Ehrenrunde drehen: Das Referendumskomitee hat die nötigen 410 Unterschriften sammeln können. Und will, dass der Gemeinderat nochmals über die Finanzierung nachdenkt.

Gelterkinden muss 12 der 18 Millionen Franken, die das neue Hallenbad kostet, selbst stemmen. Zu viel, finden die Gegner. Die umliegenden Gemeinden, die teilweise 100 Franken pro Einwohner bezahlen, sollen sich in einem grösseren finanziellen Rahmen beteiligen. Für Christine Mangold ein Ding der Unmöglichkeit: «Wir haben diese Diskussionen bereits vor vier Jahren geführt und an der finanziellen Situation der Gemeinden hat sich seither nichts geändert.» Im Gegenteil: Gelterkinden könne froh sein, dass die Gemeinden einen finanziellen Beitrag leisten. Schliesslich sei dies ein Novum.

Frühestens Ende September können die Gelterkinder über das Referendum abstimmen. Das bedeutet, dass die Bagger erst Anfang Jahr auffahren können – und das bedeutet, dass im Sommer 2018 der Neubau nicht wie erhofft fertig sein wird. Erst auf Herbst, schätzt Mangold, kann das neue Hallenbad eröffnet werden – vorausgesetzt, das Referendum wird abgelehnt.

Ansonsten verzögert sich das Projekt noch weiter. Und irgendwann müsse man sich dann die Frage stellen, ob ein Hallenbad überhaupt gewünscht ist. Was für die Gemeindepräsidentin klar ist: Nur ein Freibad wird es in Gelterkinden nicht geben: «Ein Hallenbad, das oberhalb von Liestal einzigartig ist, rentiert sich für die Gemeinde. Freibäder gibt es im Oberbaselbiet zu Genüge.» Denn auch ein Hallenbad würde mit mehreren Millionen zu Buche schlagen. Und bei dem werden sich die umliegenden Gemeinden sicherlich nicht beteiligen.

Der Telebasel News-Beitrag vom 3. August 2016:

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In aller Kürze:

Die Stimmbürger entscheiden, wie es mit dem Hallenbad in Gelterkinden weitergeht.

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