Der 43-jährige Idris Elba fühlt sich zu alt für die Rolle. (Keystone)
International

Wer bestellt als nächstes den Martini geschüttelt und nicht gerührt?

Der Vertrag des James Bond-Darstellers Daniel Craig lief nach dem vierten Film - ‹Spectre› - aus. Die Gerüchteküche brodelt. Wer wird ihm in dieser ikonischen Rolle folgen?

Die Stelle als filmischer Herzensbrecher James Bond ist zu haben. Nun wird gemunkelt, wer Coolness und Smoking übernehmen könnte. Fast täglich tauchen in britischen Boulevardblättern Namen auf, welcher Schauspieler dem erfolgreichen Darsteller Daniel Craig – nach seinen vier Einsätzen bei ‹Casino Royale›, ‹Quantum of Solace›, ‹Skyfall› und ‹Spectre› – als Geheimagent 007 folgen wird.

Zum ersten Mal ist auch eine weibliche Besetzung als Jane Bond im Gespräch – darunter Frauen wie Kristen Stewart (‹Twilight›), Gillian Anderson (‹Akte X›) und Megan Fox (‹Transformers›).

Doch die Favoriten bleiben männlich: In diesen Tagen geben die britischen Wettbüros dem 31 Jahre alten Aussenseiter James Norton (‹Rush›) die besten Chancen. Auch Frauenschwarm Aidan Turner und der gerade zum männlichen «Hintern des Jahres» gekrönte Tom Hiddleston stehen auf den Hitlisten vorne. Und Schauspieler Idris Elba hat mit Starregisseur Steven Spielberg einen prominenten Fan.

James Norton oder Aidan Turner?

Dabei ist noch nicht einmal klar, ob der bisherige Bond-Darsteller Craig das Angebot von umgerechnet 98 Millionen Schweizer Franken endgültig abgelehnt hat. «Ich zerschlage lieber dieses Glas und schneide mir die Pulsadern auf» sagte er zwar im vergangenen Oktober der Zeitschrift ‹Time Out› auf die Frage, ob er weiterhin Bond spielen wolle. Doch endgültig festlegen wollte sich Craig nicht.

Nachfolge-Favorit Norton ist noch recht unbekannt im deutschsprachigen Raum. Der frühere Theologie-Student überzeugte als manipulativer Bösewicht in der britischen Thriller-Serie ‹Happy Valley› und übernahm zuletzt eine der drei Hauptrollen in der BBC-Verfilmung von ‹Krieg und Frieden› als Herzensbrecher.

Norton konnte Turner (‹The Hobbit›) aber nur vom ersten Platz verdrängen, weil der angeblich nicht verfügbar war. Die BBC gab Anfang Juli die dritte Staffel des erfolgreichen Historiendramas ‹Poldark› in Auftrag – wieder mit dem 33 Jahre alten Turner in der Rolle des leidenschaftlichen Titelhelden.

Tatsächlich wird die dritte Staffel von ‹Poldark› aber noch dieses Jahr in Cornwall gedreht und kommendes Jahr ausgestrahlt. Zeitlich wären Dreharbeiten für den Bond-Film also möglich, denn der 25. Jubiläumsfilm ist erst für die zweite Hälfte 2018 geplant. Das würde Aidan Turner wohl Zeit geben, sich ins Drehbuch zu vertiefen und der Rolle seinen Stempel aufzudrücken.

Idris Elba fühlt sich zu alt

Im Gespräch ist auch wieder Hiddleston, dessen Titelrolle in der BBC-Spionageserie ‹The Night-Manager› als Bewerbung für die James-Bond-Nachfolge verstanden wurde. Zwar liegt er laut den Wettbüros seit März abgeschlagen hinter Turner. Doch als Nacht-Manager entblösste sich der 35-Jährige, der seit wenigen Wochen mit Sängerin Taylor Swift liiert ist, in einer gewagten Sexszene, die angeblich manche Zuschauerinnen und Zuschauer so ablenkte, dass sie der Handlung nicht mehr folgen konnten.

Seit Jahren hält sich auch das Gerücht hartnäckig, dass Idris Elba (‹Luther›) der nächste Bond wird. Doch der 43-Jährige winkt mit gewohnter Ironie ab – zuletzt im US-amerikanischen Frühstücksfernsehen ‹Good Morning America›: «Wenn ich wirklich ehrlich bin, Mann – ich glaube, dafür bin ich einfach zu alt. Herumfahren in Autos, und Damen, und Martinis – wer will das denn schon? Klingt schrecklich.» Bisher ist Roger Moore der älteste Bond, als er mit 45 Jahren in ‹Live and Let Die› die Rolle übernahm.

Wie stark die Unterstützung für Elba ist, wird jedoch nur wenige Tage später klar, als sich der Regisseur Steven Spielberg für ihn einsetzt – nach eigenen Angaben «ein grosser Bond-Fan». «Ich würde gerne einen dunkelhäutigen Bond sehen. Idris wäre meine erste Wahl für Bond, falls Daniel (Craig) nicht zurückkommt,» sagte der Oscar-Preisträger dem britischen Boulevardblatt ‹Express›.

Strippenzieherin und Produzentin Barbara Broccoli kann die Entscheidung über den berühmten Agenten mit der Lizenz zum Töten noch etwas hinauszögern. Der Jubiläums-Bond soll in zwei Jahren herauskommen, und sie möchte in der Zwischenzeit zwei weitere Filme produzieren. Das Rennen um den Jubiläums-Bond und die begehrteste Kinorolle der Welt scheint also noch völlig offen.

(sda)

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

In aller Kürze:

Der Nachfolger von James Bond wird gesucht.

Mehr aus dem Channel