Tobias von Rohr singt auf der letzten Etappe mit Sarah-Jane das Baselbieter Lied.

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‹Vo Schönebuech bis Ammel› – die letzten Etappen

Telebasel geht diesen Sommer unter die Wanderer: Es geht in 15 Etappen von Schönenbuch nach Anwil. Dabei entdecken wir, ganz wie es das Baselbieter Lied verspricht, das «schöne Ländli» auf dem Weg. Sehen Sie hier die Etappen 11 bis 15 der Wanderung.

Dass unsere Sommerwanderung so stattfinden kann, verdanken wir unter anderem dem Verein Wanderwege beider Basel. Die Mitglieder sorgen für den Unterhalt und für eine lückenlose Signalisation des Wanderwegnetzes.

Etappe 11

Die elfte Etappe starten wir in Reigoldswil und fahren mit der Gondelbahn auf die Wasserfallen. Von dort wandern wir nach Waldenburg. Die Strecke ist 12 km lang und dauert etwa dreieinhalb Stunden. Zu Beginn steigt der Weg an, doch nach den ersten zwei Kilometern führt der Weg mehrheitlich bergab.

Bei der Bergwirtschaft Waldweide treffen wir auf den Liedermacher Florian Schneider. Der Sänger wuchs in Liestal und Reigoldswil auf und ist vor allem durch seine Mundartlieder bekannt geworden. Einen dieser Songs spielt er uns auch vor, und zwar passend zum Ort «Lili vo Waldweid».

Etappe 12

Auf der zwölften Etappe wandern wir von Waldenburg nach Bärenwil. Die Strecke gehört mit 10 Kilometern zu den kürzesten Etappen und dauert dementsprechend nur 3 Stunden. Der Weg steigt anfangs leicht an und führt später über ein paar kleine Hügel.

Unser erster Halt hat einen kulinarischen Hintergrund. Wir treffen Denise Stalder und gehen mit Ihr bzw Ihren Hunden auf Trüffelsuche.

Denise Stalder ist selbstständig erwerbstätig, nebenberuflich als Hundetrainerin und Verhaltenstherapeutin tätig. Seit vielen Jahren züchtet Sie die Hunderasse Lagotto Romagnolo und beschreibt sie als schlau, anpassungsfähig und robust. Also perfekt für die Trüffelsuche. Wir sind gespannt, wie reich der Ertrag ausfällt.

Etappe 13

Die 13. Etappe führt uns von Bärenwil nach Läufelfingen. Die Strecke ist 13 Kilometer lang und dauert in etwa vier Stunden. Das Höhenprofiil ist jedoch nichts für gemütliche Wanderer. Insgesamt bietet die Strecke nämlich über 600 Meter Aufstieg und 800 Meter Abstieg.

Auf dieser Etappe begegnen wir Überresten aus dem ersten Weltkrieg. Wir besuchen beim Belchen einen der vielen Bunker, die vor 100 Jahren erbaut wurden. Die kleine Festung gehört seit dem Jahr 2009 der Pfadi Waldenburgertal.

Die Pfadi hat den Gwidembunker für rund 15‘000 Franken renoviert und umgebaut, sodass man dort nun bis in die späten Abendstunden gemütlich beieinander sitzen und danach auch dort übernachten kann.

Wir treffen auf zwei der Mitglieder, die uns erzählen, wie die Pfadi dazu kam, einen Bunker zu kaufen. Und die beiden ermöglichen uns auch einen Blick in die sichere und überschaubare Unterkunft.

Der Bunker ist jedoch nicht die einzige Attraktion in der Gegend. Geht man einen Hügel weiter, kommt man zu einem weitern wichtigen Standort des zweiten Weltkrieges: Von der Belchenflue aus sieht man weit über das Baselbiet und den Kanton Solothurn. Der Aussichtspunkt liegt auf 1099 Meter und diente im ersten Weltkrieg als Aussichtsplattform.

Etappe 14

Die zweitletzte Etappe unserer Sommerserie führt uns von Läufelfingen nach Gelterkinden. Für die insgesamt 18 Kilometer braucht man etwa fünf Stunden. Der Weg bietet mit diversen kleineren uns teils grösseren Anstiegen viel Abwechslung.

Der erste Stop ist unmittelbar zu Beginn unserer Wanderung. In Läufelfingen statten wir dem Industriemuseum Silo 12 einen Besuch ab. Das Museum befindet sich im Silogebäude eines stillgelegten Steinbruchs des Baselbieter Juras. Dort treffen wir auf Margrit Ballscheit. Sie zeigt uns die aktuelle Ausstellung und erzählt, wie die Idee für ein solches Industriemuseum entstanden ist.

Nach etwa einem Viertel der Strecke besuchen wir einen Ort, der die vergessene Kunst der Seidenherstellung wiederaufleben lässt. Wir sind zu Gast auf dem Seidenraupen-Bauernhof von Katharina Bitterli in Häfelfingen.

In diesem Jahr hat sie mit der Seidenraupenzucht begonnen. Die Herstellung von Rohseide mithilfe von Raupen ist eine alte Tradition in der Schweiz. Diese Art von Industrie und war im 19. und frühen 20. Jahrhundert der wichtigste Arbeitgeber in der Region Basel. Im Gespräch mit Katharina Bitterli erfahren wir, wie der weiche und edle Stoff mit Hilfe der kleinen Tiere gewonnen werden kann.

Etappe 15

Es ist die letzte Etappe auf unserer Tour durch die Region. Von Gelterkinden wandern wir nach Anwil (Ammel) so wie es in der Baselbieter Hymne gesungen wird. Die letzte Wanderung gleicht mit 13 Kilometer und dreieinhalb Stunden Marschzeit einem längeren Spaziergang.

Die beiden Zwischenhalte sind gegen Ende der Strecke. Als erstes Treffen wir Urs Chrétien von dem Verband Pro Natura Baselland. Mit ihm besuchen wir ein ausgedohltes Bachbett in der Nähe von Anwil. Er zeigt uns die Vielfalt der Natur und erklärt, wieso es wichtig ist, die Biodiversität zu erhalten.

Am Ziel unserer Reise treffen wir auf die Schlagersängerin Sarah-Jane. Die Oberbaselbieterin hat sich mit Ihren glamurösen Auftritten einen Namen in der Schweizer Musikszene gemacht. Für uns singt sie die Baselbieter Hymne von Schönenbuch bis Ammel.

Mit diesem gesangstarken Abschluss verabschiedet sich das Sommerserie-Team.

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In aller Kürze:

Telebasel wandert ‹vo Schönebuech bis Ammel›.

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