Die Unglücksstelle zwischen Corato und Andria in der Region Apulien. (Bild: keystone)
International

Zugunglück in Italien fordert 20 Tote

Mindestens 20 Menschen sind bei einem frontalen Zusammenstoss zweier Züge in Süditalien ums Leben gekommen. Mindestens vier schwebten in Lebensgefahr, sagte der Vizepräsident der betroffenen Provinz.

Dutzende weitere wurden bei einem der schwersten Zugunglücke in dem Land verletzt, darunter ein Kleinkind, das lebend aus den Trümmern geborgen wurde. Informationen über Schweizer Opfer liegen bisher nicht vor, wie das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten mitteilte. Abklärungen dazu sind im Gang.

Die Regionalzüge waren am Vormittag nördlich der süditalienischen Stadt Bari auf einer eingleisigen Strecke zwischen Corato und Andria zusammengestossen. Auf Bildern war zu sehen, wie die beiden Züge auf offener Strecke vollkommen verkeilt und einige Waggons total zerstört sind.

«Es gibt viele Tote», sagte der Chef der Einsatzkräfte, Riccardo Zingaro. Medien berichteten, dass zahlreiche Menschen lange in den Trümmern gefangen waren. Der Unfallort zwischen Bäumen und am Rande eines Ackers sei nicht leicht zu erreichen.

Unbestätigten Berichten zufolge waren viele Studenten und Pendler in dem Regionalzug, der von dem privaten Unternehmen Ferrotramviaria betrieben wird. Beide Zügen hatten vier Waggons, von denen jeweils mindestens zwei schwer beschädigt wurden.

Was zu dem Unglück geführt hat, muss noch ermittelt werden. Menschliches Versagen wurde nicht ausgeschlossen. Zum Zeitpunkt des Unglücks gegen 11:30 Uhr herrschte gutes Wetter.

Der italienische Regierungschef Matteo Renzi verlangte eine schnelle Aufklärung und sprach den Opfern und deren Familien sein Mitgefühl aus. Er kündigte einen Besuch am Unglücksort an.

(sda dpa ap)

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

In aller Kürze:

Bei einem Zugunglück in Italien sind mindestens 20 Personen ums Leben gekommen, Dutzende weitere Passagiere wurden verletzt.

Mehr aus dem Channel