15'000 Liter Blut brauchen die Spitäler und Institutionen beider Basel jedes Jahr. (Bild: keystone)

Basel

Basel braucht Spender

Immer weniger Spender kommen ins Blutspendezentrum beider Basel in der Hebelstrasse. Deshalb muss der Kanton Blut bei anderen Kantonen einkaufen. Mit Kampagnen soll dieser Trend gestoppt werden.

Vier Tage lang stand Anfang Woche der Blutspendebus auf dem Marktplatz. 190 Menschen haben in dieser Zeit darin Platz genommen, um ihr Blut zu spenden. «Das ist eine gute Zahl», sagt Diotima Lanz, Leiterin Kommunikation des Blutspendezentrums beider Basel. «Im Zentrum haben wir pro Tag lediglich 40 Spender, bräuchten aber etwa 60.» Lanz beobachtet einen Negativtrend bei den Spendern: «Heute scheinen die Leute weniger Zeit dafür zu haben oder die Tradition des Blutspendens ist verloren gegangen.»

15’000 Liter Blut brauchen die Spitäler und Institutionen beider Basel jedes Jahr. Nur die Hälfte davon erbringen die Spender. «Den Rest müssen wir bei anderen Kantonen einkaufen», so Lanz. Das soll sich in Zukunft ändern. Mit Plakatkampagnen oder dem Blutspendebus sollen die Menschen wieder für das Blutspenden sensibilisiert werden.

«Spenden tut nicht weh»

Ursula Peters kommt sein vielen Jahren regelmässig zum Blutspenden. «Ich habe zwar Angst, aber ich weiss, dass ich damit etwas Gutes tun kann. Ausserdem tut es ja nicht weh.» Viele Spender im Blutspendezentrum seien Stammkunden. «Wir können unsere Spenden nicht mit Geld entlöhnen, aber es gibt ein Punktesystem», so Lanz. Wer regelmässig spende, könne die Punkte gegen Spenden, wie Gutscheine oder Sachgegenstände eintauschen.

Hier der News-Beitrag vom 10. Juli 2016:

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In aller Kürze:

Basel kauft Blut bei anderen Kantonen.

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