Der Konzertsaal im Stadtcasino. (Bild: Telebasel)

Basel

Bald verstummt das Stadtcasino

Am Freitag spielt das Sinfonieorchester Basel zusammen mit dem Kolsimcha Quintett das letzte Konzert im Stadtcasino, bevor dieses während drei Jahren umgebaut wird. Direktor Thomas Koeb wird den alten Räumen kaum nachtrauern, wenn es nach ihm geht, wäre der Umbruch längst fällig gewesen - ein letzter Besuch in den alten Räumen.

Eine einzige Dusche für das ganze Orchester und enge Umkleidekabinen. Bisher hatten die Musiker nicht einmal separate Räume, um sich einzuspielen: «Wir haben hier sehr enge Verhältnisse. Unmittelbar vor einem Konzert, wenn sich die Musiker nicht auf der Bühne einspielen können, wird hier kräftig geübt», sagt Thomas Koeb, Direktor der Casino-Gesellschaft Basel. Dann höre man das eigene Instrument nicht mehr.
Auch wenn Thomas Koeb nun einige Jahre in diesen Räumen arbeitete, Konzerte genoss und Künstler vorstellte, verspürt er keine Nostalgie: «Grundsätzlich herrscht grosse Vorfreude. Wir können das erhalten, was uns wichtig ist, und gewinnen zusätzlich viel neuen Raum.»

Zwischenzeitlich im Musical Theater

In den nächsten drei Jahren gastiert das Stadtcasino im Musical Theater Basel. Zwar wird dort die Akustik nicht ganz auf dem Niveau des Stadtcasinos sein, aber Koeb freut sich umso mehr auf die Zeit nach dem Umbau. Dann sei endlich auch ein würdiger Haupteingang vorhanden: «Wir haben ein Konzerthaus am wunderschönen Barfüsserplatz und der Eingang ist seit über 150 Jahren auf der Hinterseite.»

Abschlusskonzert am Freitag

Nach Freitagabend sind die unsäglichen Verhältnisse hinter der Bühne vorbei. Dann spielt das Sinfonieorchester zusammen mit dem Kolsimcha Quintett ein Abschlusskonzert mit dem Titel ‹Abschied auf Zeit›. Die Musik stammt aus dem erfolgreichen Ballett ‹Tewje› von Richard Wherlock. Für das Konzert seien die Ticket-Preise tief gehalten worden, sagt Koeb. «Damit sich möglichst viele Menschen vom ‹alten Stadtcasino› verabschieden können.»

Der Telebasel News-Bericht vom 29. Juni 2016:

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In aller Kürze:

Das jetzige Stadtcasino nimmt die letzten Atemzüge. In Drei Jahren sollen Besucher und Musiker in neuen Räumlichkeiten Einzug halten.

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