Die Unternehmenssteuerreform III ist kompliziert. (Bild: Telebasel)

Basel

‹Report›: Unternehmenssteuerreform III

Es ist die wohl wichtigste Vorlage seit Jahrzehnten: Die Unternehmenssteuerreform III. So wichtig die Vorlage auch ist, so kompliziert ist sie auch. Der Report bringt deshalb Licht ins Dunkel.

Die Warnung von Thomas Staehelin, Präsident der Wirtschaftskammer beider Basel ist deutlich: «Wenn wir diese Vorlage nicht durchbringen, dann haben wir ein riesen Problem, für die Kantone, für den Bund und für alle Arbeitsplätze». Auch der Wirtschaftsprofessor Kurt Schmidheiny warnt: «Wir müssen aufpassen – wenn wir nichts unternehmen, werden viele Firmen die Schweiz verlassen».

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Kurt Schmidheiny warnt vor der Reform. (Bild: Telebasel)

Steuerprivilegien müssen abgeschafft werden

Warum die Aufregung rund um die Unternehmenssteuerreform? Die Schweiz versucht seit Jahren, mit attraktiven Steuerprivilegien potente Firmen ins Land zu locken. Beispielsweise ist es den Unternehmen erlaubt, Gewinne, die im Ausland anfallen, in der Schweiz zu einem tieferen Satz zu versteuern als Gewinne, die im Inland anfallen. Dies passt der EU und auch der OECD überhaupt nicht. Mittlerweile ist der Druck so gross, dass die Schweiz diese Steuerprivilegien abschaffen muss.

Massive Steuerausfälle befürchtet

Würde die Schweiz nicht auf den Druck der OECD reagieren, droht ein Boykott der Nachbarländer. Italien beispielsweise hat jetzt schon Sanktionen eingeführt. Fallen die Steuerprivilegien für die Grosskonzerne in der Schweiz jedoch weg, müssen jene Firmen auf einen Schlag fast doppelt so viele Steuern zahlen als bisher. «Die heute privilegierten Firmen zahlen rund 50 Prozent der gesamten direkten Bundessteuer», sagt etwa die Basler Finanzdirektorin Eva Herzog, «das sind rund 4 bis 5 Milliarden Franken, die auf dem Spiel stehen».

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Grosskonzerne müssten doppelt so viel bezahlen. (Bild: Telebasel)

Komplexe Vorlage

Das Parlament hat drum im der Sommersession eine Vorlage ausgearbeitet, die einerseits die geforderten Steuerprivilegien abschafft, gleichzeitig jedoch neue Instrumente einführt. Damit will an erreichen, das die Unternehmen in etwa gleich viel Steuern bezahlen müssen wie vor der Reform. Die Unternehmenssteuerreform III sei jedoch die «komplizierteste Reform, die es je gegeben hat», sagt etwa Thomas Staehelin.

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Für Thomas Staehelin ist die Reform die «komplizierteste Reform, die es je gegeben hat». (Bild: Telebasel)

In einem Zwei-Teiler widmet sich der Report deshalb der USR III. Um was geht es überhaupt? Wer ist dafür? Wer ist dagegen?

Hier der Telebasel Report vom 22. Juni 2016 (1. Teil):

Hier der Telebasel Report vom 29. Juni 2016 (2. Teil):

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In aller Kürze:

Die Unternehmenssteuerreform III im Detail.

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