Die Art Unlimited zeigt die spektakulärsten und grössten Kunstwerke der Art Basel. (Bild: Telebasel)

Basel

Hier lauern die spektakulärsten Kunstwerke

Nachdem zwei Tage lang alle mit einer schwereren Geldbörse die Art Basel betreten durften, ist ab heute das gemeine Volk an der Reihe. Wer sich aber nicht durch die 286 Galerien schlängeln will, sondern auch nach Unterhaltung sucht, geht nach nebenan - an die Art Unlimited.

Dort, wo die Kunstwerke mindestens dreimal so gross sind wie der Mensch und dort, wo eine Schar ansteht, um einen grauen Raum zu betreten, da steht Art Unlimited drüber.

Der ghanaische Künstler El Anatsui thematisiert mit seiner Installation aus Aluminium den Widerspruch einer Wand. Tausende kleine Aluminiumstücke hängen ineinander, sehen aus wie riesige Teppiche und sollen zeigen, dass eine Wand gleichzeitig Trennung und Schutz sein kann. Unter den 88 Kunstwerken, die in diesem Jahr ausgestellt werden, betitelt die Art Basel den ausgezeichneten Afrikaner als Highlight.

Ein Publikumsmagnet scheint auch das graue Zimmer von Hans Op de Beeck zu sein. Um das begehbare Kunstwerk zu besichtigen, stehen die Besucher minutenlang an. Die komplett grau bemalte Einrichtung wird durch die umherwandelnden Menschen ergänzt – es sei ein Gesamtkunstwerk, ist am Eingang zu lesen. Und das Kunstwerk der Brasilianerin Laura Lima stellt die Geduld und den Witz des Betrachters auf die Probe: Eine Hand wirft einen Schlüsselbund immer wieder unter einem Schlitz hervor und greift danach. Es scheint, als finde sich immer ein Besucher, der sich in die Performance einbringt und zur Hilfe eilt – der Akt wiederholt sich immer und immer weider.

Eine Hand schiesst einen Schlüssel unter einem Schlitz durch.
Laura Lima, Ascenseur. (Quelle: Telebasel)

Aber es sind genau diese Werke, die die Besucher an die Unlimited ziehen: «Es ist alles so schön farbig und gross. Hier habe ich mehr Platz», sagt eine Besucherin aus Deutschland. «Die Werke hier sind nicht so einfach zu verstehen», sagt ein anderer Besucher, «sie lassen mehr Raum für Interpretationen.»

Der Beitrag in den Telebasel News vom 16. Juni 2016

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In aller Kürze:

Ab heute darf jeder an die Art Basel. Die Unlimited zeigt die spektakulärsten Werke.