Das Haus kann während der Art besucht werden. (Lena Oppong)

Baselland

Kunst für die letzten Lebenstage

An der Neuweilerstrasse steht ein Haus, das jetzt Kunst ist. Was früher Eigenheim war, ist jetzt offen für Gestaltung. Bevor es Ende Sommer abgerissen wird, nehmen es die Künstler ein.

Erde im zweiten Stock, ein See neben einer Galerie im Garten und Pflanzen im Treppenhaus: Das Haus #99 vereint 12 Künstler aus neun verschiedenen Nationen unter einem Dach. Was sie mit den Räumlichkeiten machen, ist ihnen völlig freigestellt.

Carole Louis aus Belgien etwa begab sich in den Keller und begann zu graben. Ein Loch, dessen Tiefe unbekannt ist, das aber einiges zum Vorschein brachte. Denn unter der Erde verbargen sich Glasflaschen – manche ganz, andere in tausend Splittern. Was im Moment steht, ist eine Installation aus Glas, Erde und Licht. Die Projekte sind aber stets in Bewegung: «Wir hoffen natürlich, dass Carole weitergräbt. Was dann passiert, wissen wir nicht», sagt Demian Wohler, Mitkurator des Hauses.

Offene Türen

Ein Architekt wollte das Haus #99 mit einem Kunstprojekt bespielen: Die Kuratoren Demian Wohler und Benedikt Wyss bewarben sich und gewannen den Wettbewerb mit ihrem Konzept.

Ab heute sind die Türen für alle geöffnet: Bis zum Ende der Art Basel am 19. Juni ist jedermann eingeladen: «Alles ist möglich», sagt Benedikt Wyss, «der Besucher ist auch Teil des Projektes.»

Hier der News-Beitrag vom 07. Juni 2016:

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In aller Kürze:

Ein ganz normales Haus wird während der Art Basel zum Kunstraum.

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