Die Sekundarschule Känelmatt in Therwil. (Bild: Telebasel)
Basel

Lehrer setzten nicht auf Handschlag-Busse

Die Lehrerverbände der beiden Basel sind froh, ob dem Entscheid der Baselbieter Bildungsdirektion, dass der Handschlag von Schülern eingefordert werden kann. Ein Muss sei dies aber nicht.

Michael Weiss ist zufrieden. Der Entscheid der Baselbieter Bildungsdirektion besagt, dass die Schüler im Fall Therwil der Lehrerin die Hand geben müssen. Ansonsten drohen Bussen bis zu 5000 Franken. «Es gibt eine gewisse Sicherheit gegenüber den Lehrern. Sie wissen, dass das Gesetz hinter ihnen steht, sofern sie es brauchen.» Weiss hält aber auch fest, dass es nicht zwingend dazu kommen müsse, dass die Lehrerin den Handschlag einfordert. «Wir geben hier keine Empfehlung ab, sondern überlassen das den einzelnen Lehrpersonen.»

In die gleiche Kerbe schlägt auch Jean-Michel Héritier, Präsident der freiwilligen Schulsynode Basel-Stadt. «Wir werden sicher nicht dem Schüler sagen, dass er mir nun die Hand geben muss, um zu zeigen, dass ich der Chef bin. Wir verfolgen einen pädagogischen Weg. Wenn wir Wertschätzung von der Politik und unseren Schülern wollen, dann müssen wir auch wertschätzend ihnen gegenüber sein. Es ist ein Geben und ein Nehmen. Das ist Integration.»

Nur ein kleiner Teil

Der Entscheid der Baselbieter Bildungsdirektion behandle nur ein Detail der vielfältigen Herausforderungen, denen sich Lehrerinnen und Lehrer jeden Tag stellen müssen, findet Héritier. «Es wird nur ein kleiner Teil abgebildet. In den meisten Fällen finden die Lehrpersonen selber Lösungen.»

Der News-Bericht vom 26. Mai 2016:

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In aller Kürze:

Die Lehrerverbände beider Basel begrüssen Handschlag-Entscheid der Baselbieter Bildungsdirektion.

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