Der Coiffeursalon von Rapper S-Hot wurde überfallen. (Bild: Telebasel) / Die Texte müssen authentisch sein, findet S-Hot. (Bild: Telebasel)

Basel

Gangsterrapper S-Hot fordert Mimiks zum Kampf auf

Er bringt seine Fans in Aufruhr gegen den Luzerner Mimiks. Eine Kampfansage soll es gegeben haben. Esat Akpinar alias S-Hot schildert die Konfrontation in einem Video. Auch seine Frau äussert sich zu seinem Verhalten.

Er gehört mittlerweile zu den bekanntesten Rappern aus Basel. Unter dem Künstlernamen S-Hot ist Esat Akpinar seit mehreren Jahren in der Musikszene aktiv. Im Oktober 2015 brachte er sein erstes Album ‹Rumble in The Jungle› raus und schaffte es damit auf Platz 6 der offiziellen Schweizer Hitparade.

Nur 4 Monate danach veröffentlichte er sein zweites Album ‹Auf jetzt›. Damit habe er seinen Fans «keine Zeit zum atmen» gegeben, reflektiert der gebürtige Türke und erklärt sich so, dass das zweite Album sechs Plätze weiter unten als das erste, nämlich auf Platz 12 landete. «Die Leute kauften noch mein erstes Album, weil sie darauf so massiv gespannt waren, als das zweite schon auf den Markt kam.»

Doch Esat Akpinar ist nicht nur Rapper, er besitzt seinen eigenen Coiffeurladen in Kleinhunigen, den Herrensalon Clean Cut. Sein eigener Boss zu sein, trug wesentlich dazu bei, seine Produktivität so hoch zu halten. So konnte er sich selber einteilen, wann er im Friseursalon und wann er beim Produzenten Jake von PW Records im Studio sein wollte. Esat Akpinar arbeitet hart für seinen Erfolg. Das war allerdings nicht immer so.

Begonnen hat er mit seiner Crew Basel bi Nacht- Kurz: BBN, in der mehrere Jugendliche gemeinsam Musik machten. Von den Musikern ist S-Hot als einziger übrig geblieben. Seine Crew, BBN, die ihn tatkräftig unterstützt, besteht aber immer noch.

In ihren Videos wirken sie fast wie eine kriminelle Bande, der man in der Nacht nicht begegnen möchte. Und der Schein trog vor einigen Jahren auch nicht. Die Vorstrafen Esat Akpinars füllten ganze Akten: Drogen, Bandenkrieg, Hooligan-Gehabe, Schlägereien – all das gehörte einst zum Leben des 24-Jährigen dazu.

S-Hot rappt sein Leben

Was er in seinen Liedern rappt, sind Dinge, die sein Leben prägten. Das Selbstbewusstsein, jeden Kampf zu gewinnen, bekam Esat durch das Thaiboxen und er scheute sich nicht davor, seine Kraft auch auf der Strasse zu demonstrieren.

Doch heute möchte er nichts mehr damit zu tun haben. Esat Akpinar musste lernen, Verantwortung zu übernehmen und sich an die Regeln zu halten. Als Besitzer eines eigenen Geschäfts konnte er sich keine Ausrutscher mehr erlauben. Gereift lernte Esat die hübsche Serbin Mejra kennen und lieben.

Auch sie bemerkte vor allem eines an ihm: «Er weiss sehr viel über Geschichte, Kultur und Religion, er konnte mir viel erzählen und ich habe gesehen, dass er reif ist im Kopf. Das hat mir besonders gut an ihm gefallen. Er denkt nicht nur für heute und morgen, sondern für die Zukunft, und was er sagt, hat Hand und Fuss. Das gab mir eine Sicherheit, die mir sehr wichtig war».

Märchenhochzeit im Gegenlicht von Esat mit Mejara. (Bild: zVg/Facebook)

Seit letztem November sind die 22-jährige Mejra und der 24 jährige Esat verheiratet. Sie beide tun sich offenbar gut, der sonst so harte Gangsterrapper wirkt in ihrer Anwesenheit fast schon zart.«Ich halte ihn von den Dingen fern, die ihm früher Probleme bereitet haben und er hält mich jetzt von allen Problemen fern. Er legt mir die Welt vor meine Füsse und schaut, dass es mit immer gut geht», schwärmt die junge Serbin.

Doch es gibt immer noch Momente, in welchen der Coiffeur Esat Akpinar wieder zum Gangserrapper S-Hot wird und seine agressive Seite zeigt. Er provoziert nach wie vor gerne, das gibt er offen und ehrlich zu. Jüngstes Beispiel: sein Streit mit dem Luzerner Rapper Mimiks. S-Hot fühlt sich persönlich angegriffen in den Texten des 24-jährigen Schweizers, da er über Dinge rappe, die nicht der Realität entsprächen und somit den «wahren Strassenrap» diffarmiere. Im Video erklärt S-Hot, warum er sich provoziert gefühlt hat und wie es dazu kam, dass er seinen Konkurrenten Mimiks zum Kampf herausforderte.

Doch trotz seines aggressiven und kampfbereiten Auftretens steht seine Frau hinter ihm: «Rechtsschutz ist meine Spezialität und auch sonst habe ich keine Angst um ihm, er weiss, wie weit er gehen darf. Ich mische mich da nicht ein, ich verstehe, dass er sich provoziert fühlt, aber ich mische mich nicht weiter ein».

Trotz seiner Kampfansage an Mimiks lässt der Rapper im weiteren Interview auch seine sensible Seite durch und wirkt entspannter als zuvor. Wie der Esat Akpinar, alias S-Hot sich selber wahrnimmt, seht Ihr am 14. Mai 2016 um 18:55 Uhr in Telebasel Glam.

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In aller Kürze:

Der Basler Rapper S-Hot, alias Esat Akpinar, bringt seine Fans in Aufruhr gegen den Luzerner Mimiks.

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