Der Bildungsrat Baselland am 13. Mai 2016 (Screenshot: Telebasel)
Baselland

Bildungsrat mischt sich in die Baselbieter Abstimmungen ein

In drei Wochen fällt das Baselbiet ein wegweisendes Urteil in der Bildungspolitik: Wer entscheidet über den Lehrplan 21? Und werden die umstrittenen Sammelfächer eingeführt? Jetzt sagt auch der Bildungsrat, was er von den Abstimmungen hält.  

Der Bildungsrat Baselland ist ein breit abgestütztes Gremium. Seine Vertreter stammen aus den Parteien CVP, FDP, Grüne, SP und SVP. Daneben sitzen auch Vertreter der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisationen im Gremium, sowie Lehrpersonen der Primarstufe und den Sekundarstufen sowie Vertreter der Landeskirchen. Gemeinsam beraten sie den Regierungsrat in bildungspolitischen Belangen. Vorsteherin ist Bildungsdirektorin Monica Gschwind.

Bis jetzt hat sich der Bildungsrat genau darauf beschränkt: die Beratung. Dieses Verhalten ändert er in Anbetracht der Abstimmungen vom 5. Juni 2016: Dann nämlich ist er direkt betroffen. Die aussergewöhnliche Ausgangslage erfordere aussergewöhnliche Taten. so der Bildungsrat,

Er empfiehlt ein Nein zur Initiative ‹Einführung Lehrplan 21›. Würde die Initiative angenommen, wäre nicht mehr der Bildungsrat für den Lehrplan zuständig, sondern der Landrat. Und auch bei der Initiative ‹Verzicht auf kostentreibende Sammelfächer› wünscht sich der Bildungsrat ein Nein. Überhaupt: Die Politik mische sich zu sehr in die Bildung ein.

Eine davon: Monica Gschwind. Die heutige Bildungsdirektorin machte sich noch vor nicht allzu langer Zeit als Landrätin für die Initiativen stark und unterstützte das Komitee ‹Starke Schule Baselland› tatkräftig. Heute habe sie zu viele Hüte auf, um über dieses Thema Auskunft zu geben, sagt sie. Und lässt deshalb Vizepräsident Rolf Knechtli den Vortritt.

Mehr dazu in den Telebasel News vom 13. Mai 2016:

1 Kommentar

  1. Der Bildungsrat unterstützt den Lehrplan 21, der Unterricht und Lehrer abschaffen will. Die D-EDK beansprucht für sich die Deutungshoheit, was „gute Schule“ sei. In ihren 2010 verabschiedeten „Grundlagen für den Lehrplan 21“ wird das „selbstgesteuerte Lernen“ als alleinige (!) zeitgemässe und „moderne“Methode dargestellt. Das „selbstgesteuerte Lernen“ bedeutet in der Praxis, dass Lehrer und Unterricht abgeschafft werden, weil jedes Kind für sich lernen muss. Damit wird der qualifizierte Lehrerberuf überflüssig. Arbeitsblätter von Bertelsmann & Co. können auch Zivildienstleistende vom Internet herunterladen. Auf einen solchen Bildungsrat können wir verzichten, auf die qualifizierten Lehrer nie !Report

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In aller Kürze:

Der Bildungsrat Baselland nimmt Stellung zu den Abstimmungen über den Lehrplan 21 vom 5. Juni 2016.

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