Der Biber an der Wiese (Bild: Lorenzo Russo)

Baselland

Die Biber sind los – Sichtung an der Wiese

Biber in Basel: Bei einem Spaziergang entlang der Wiese ist gleich zwei Passanten ein ca. 70 Zentimeter grosser Biber aufgefallen. Eine Seltenheit? Gar nicht unbedingt.

Nicht schlecht staunte Axel Schubert, als er über einen ganzen Kilometer entlang der Wiese einem Biber Schritt für Schritt folgen konnte. «Zweimal machte der Biber sogar Halt, um im Männchen Weidenblätter zu fressen», bestätigte der Spaziergänger die Begegnung gegenüber der Biberfachstelle Baselland.

Dass Biber momentan umher wandern, sei nicht ungewöhnlich, teilte die Organisation in einem Communiqé am Mittwoch, 11. Mai 2016, mit. Zweijährige Jungbiber verliessen normalerweise die Familie im Frühling, um sich nach einem neuen Heim umzuschauen. Denn die Biber-Eltern würden meistens im Mai neuen Nachwuchs erwarten – Die bereits älteren Jungen werden also förmlich aus dem Nest geschmissen.

Autos eine grosse Gefahr

Woher der Biber an der Wiese stammt, sei laut Fachstelle unklar. Eventuell handle es sich um das Jungtier einer Biberfamilie, die vor zehn Jahren bei Grenzach am Rhein auftauchte. Für den jungen Biber ist nun auf seinem Weg vor allem eins von grosser Wichtigkeit: Augen auf im Strassenverkehr! Denn die häufigste Todesursache eines Bibers sei es, von einem Auto überfahren zu werden. Biber müssten wegen unüberwindbaren Hindernissen im Wasser öfters aufs Land ausweichen, wo sie einiges langsamer unterwegs und so der Gefahr durch vorbeifahrende Autos ausgesetzt seien.

Um den Bibern den Weg auf Land zu erleichtern, habe die Organisation Pro Natura Baselland mit ihrer Aktion ‹HALLO BIBER› innerhalb der letzten zehn Jahre Flüsse und Bäche biberfreundlicher gestaltet. Gerade letzten Herbst wurde beim Kraftwerk Bütten in Grellingen eine sogenannte ‹Biberrampe› gebaut – so können Biber ohne Gefahr ihre Reise durchs Baselland begehen.

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Die Biberrampe in Grellingen. (Bild: zVg)

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In aller Kürze:

Ein Biber wurde an der Wiese gesichtet.