Basel

Kaserne: Noch ein Jahr warten?

Der Zank in den Kommissionen um den Kasernen-Neubau könnte das Projekt um ein Jahr nach hinten schieben.

Es müssen langwierige Diskussionen sein, die in der Kultur- und in der Baukommission geführt werden, wenn es um die Kaserne geht. Zumindest dauern sie so lange, dass die Berichte nicht rechtzeitig fertig werden: Wie es derzeit aussieht, kann der Grosse Rat erst nach den Sommerferien darüber beraten. Für den Umbau bedeutet das: ein ganzes Jahr länger warten.

Gleich zwei Kommissionen beraten derzeit die Neubaupläne für den 45 Millionen teuren Kasernen-Hauptbau. Einig sind sich die Grossräte darin ganz und gar nicht. Zu teuer, finden die einen – zu ungenau beim Konzept, sagen die anderen. So oder so: Die Meinungen sind gespalten. Deshalb braucht es länger, bis die jeweiligen Berichte stehen – bei der Bildungs- und Kulturkommission soll es gar einen Mehrheits- und einen Minderheitenbericht geben, weil sich die 12-köpfige Kommission nicht einigen kann.

«Die Hauptsache ist doch, dass wir eine seriöse Arbeit machen – den Bericht im Juni zu behandeln, wäre sicher ein Schnellschuss gewesen», so Martina Bernasconi. Die Grünliberale sitzt sowohl in der Bau- und Raumplanungskommission als auch der Bildungs- und Kulturkommission. Ihr ist es lieber, den Entscheid bis im September zu vertagen. «Dann können wir das Geschäft in Ruhe angehen.»

Es ist dann vielleicht ruhiger für die Parlamentarier – die involvierten Stellen könnten aber in Bedrängnis kommen. Wie Thomas Fries vom Basler Hochbauamt auf Anfrage sagt, werde sich der Umbau dann wohl um ein Jahr verschieben auf Sommer 2018 – nach dem Basel Tattoo, das vom Umbau wohl am stärksten betroffen ist.

Beitrag vom 29. April 2016 in den Telebasel News:

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