Aus Miba wird jetzt ‹mooh›. (Bild: Telebasel)
Basel

Aus Miba wird ‹mooh›

Die regionalen Milchbauern liefern ihre Milch bald nicht mehr der Miba sondern der ‹mooh›. Über die neue Genossenschaft aus Miba und der Nordostmilch aus Winterthur fliessen rund 600 Millionen Liter Milch pro Jahr. Mit der Grossgenossenschaft erhoffen sich die Bauern wieder höhere Michpreise, denn diese sind im letzten Jahr um bis zu zwölf Rappen gesunken.

In der Milchindustrie geht es um mehr Effizienz. Daher fusionieren jetzt zwei Genossenschaften und hoffen auf eine bessere Wirtschaftslage und auf bessere Milchpreise.

Die Nordwestschweizer Miba und die Nordostmilch werden zusammen der grösste Milchvermarkter der Schweiz. «Wir haben gemerkt, dass wir beide die gleiche Vision haben», sagt Miba-Geschäftsführer Christophe Eggenschwiler. So haben es offensichtlich auch die Michbauern gesehen und daher am Mittwoch, 20. April 2016, klar für eine Zusammenarbeit gestimmt – Gegenstimmen gab es kaum. Der Miba gehörten Milchbauern aus dem Aargau, Baselland, Basel-Stadt, Solothurn, Jura und Bern an. Die Nordostmilch arbeitet in den Kantonen Graubünden, Schaffhausen und Zug.

Durch die Fusion hofft die neue ‹mooh› Kräfte bündeln zu können. Die Position der Milchvermarkter gegenüber den Verarbeitern wie Emmi, Crema oder Elsa würde so gestärkt. Das sei notwendig: Die Milchbauern in der Schweiz würden unter der aktuellen Situation leiden, sagt Eggenschwiler: «Die Preise sind stark unter Druck». Laut Eggenschwiler sind die im Vergleich zu vor eineinhalb Jahren um zehn bis zwölf Rappen gesunken. Grund dafür ist der tiefe Eurokurs und der zunehmende Einkaufstourismus. Viele Bauern stehen deshalb vor Existenzproblemen und setzen grosse Hoffnung auf die neue Genossenschaft.

Ganz verschwinden wird die Marke Miba trotz Fusion nicht: Einerseits vertreibt die Miba weiterhin Milch mit regionalem Label an den Detailhandel und andererseits bleibt die Miba-Genossenschaft als politische Interessenvertretung bestehen. Offensichtlich etwas, das die Milchbauern auch in Zukunft benötigen.

Der News-Beitrag vom 22. April 2016:

(tb)

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In aller Kürze:

Aus Miba wird ‹mooh›: Milchbauern hoffen so auf höhere Milchpreise.

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