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Andrea Schenker-Wicki: «Niemand macht dem Professor Vorschriften»

Inwiefern beeinflusst die Basler Pharma mit Sponsoring Lehrinhalte an der Universität? Die Verträge der Uni sehen die unbedingte Freiheit der Lehre vor. Die Rektorin der Universität Basel, Andrea Schenker-Wicki, nahm im Telebasel Talk vom 21. April 2016 bei karin Müller Stellung zum brisanten Thema.

Der Pharmalobby-Verband Interpharma hat zum Amtsantritt 300’000 Franken in die Pensionskasse eines Professors der Uni Basel eingezahlt. Interpharma hatte auch eine beratende Stimme (aber ohne Stimmrecht) bei der Anstellung dieses Professors. Dazu finanziert die Basler Pharma beispielsweise eine Professur in «Health Economics» mit. Im in der SRF-Sendung ‹Rundschau› gezeigten Vertrag heisst es denn auch:«Inhaltlich wird die Nähe zum Bereich Wirtschaft und Politik angestrebt.» Dies lässt sich Interpharma, so der Beitrag, jährlich 450‘000 Franken kosten.

Dieser Deal wird vom Berner Staatsrechtsprofessor Markus Müller (Uni Bern) scharf kritisiert. Die Unabhängigkeit des Professors sei nicht gewährleisten, wenn er quasi Novartis oder Roche auf dem Hemdkragen trage. Kritisiert werden die Deals auch von Studierendenseite. Adrian Mangold vom Vorstand Studentische Körperschaft Uni Basel beklagt, dass die Verträge zu wenig öffentlich und den Studierenden oft nicht bekannt seien. Auf Anfrage von Telebasel stellte er klar, dass er mehr Transparenz fordern werde. Auch die Basler Politik wird sich erneut mit der Angelegenheit beschäftigen müssen. SP-Grossrätin Sarah Wyss plant einen Vorstoss, der mehr Transparenz fordert.

Uni-Rektorin Andrea Schenker-Wicki bestreitet im Telebasel Talk, dass der Deal mit Interpharma die Lehr- und Forschungstätigkeit der Uni-Professoren beeinflusse:

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In aller Kürze:

Die Rektorin der Universität Basel nimmt Stellung zur Frage, Ob die Pharmalobby mit ihrem finanziellen Engagement Lehre und Forschung der Uni-Professoren beeinflusst.