Britischer Botschafter David Moran (Bild: Telebasel)

Basel

Britischer Botschafter in Basel

Die Schüler des Münstergymnasiums konnten den Botschafter ihrer Majestät David Moran befragen. Zum drohenden Brexit antwortet der Diplomat nur vage. Dafür umso konkreter zur Rolle der Schweiz als Vorbild.

Es sei wohl die spannendste Zeit britischer Botschafter in Bern zu sein, sagt David Moran. Nicht zuletzt wegen der Brexit-Abstimmung der Briten diesen Sommer. «Die EU-Gegner analysieren die bilateralen Verträge genau», sagt Moran. Es habe detaillierte Studien über das Schweizer Verhältnis zur EU gegeben, die auch das Vereinigte Königreich übernehmen könnte, sollten die Briten den Brexit beschliessen. Standesgemäss vertritt David Moran aber die Haltung der Regierung: Grossbritannien soll in der EU bleiben.

Mit den Fragen der Schüler, wie die EU ohne Britannien aussehen würde, tut sich Moran schwer. «Ich kann keine genauen Aussagen machen, da niemand die Konsequenzen abschätzen kann», sagt der Botschafter. «Die Regierung hätte zwei Jahre Zeit, um Verhandlungen zu führen und selbst dann wäre nur das Wichtigste geklärt.» Dass sich die Briten mit einem Austritt aus der EU bessere Konditionen erstreiten könnten, glaubt Moran aber nicht. «Warum sollten uns die Deutschen und Franzosen bessere Verträge geben, als sie sich selber geben?» Auch im Inselstaat würden Rechtspopulisten, etwa der United Kingdom Independence Partei (UKIP), viel Polemik verbreiten. Wie die Regierung wolle auch er sich der Brexit-Diskussion stellen, solange sie sachlich bleibt.

Mehr dazu in den Telebasel News vom 19. April 2016:

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In aller Kürze:

Der Britische Botschafter David Moran stellte sich bei seinem Besuch in Basel zahlreichen Fragen von Schülern des Münstergymnasiums.

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