Herbert Bolliger plädiert dafür, dass die Detailhändler länger geöffnet haben dürfen. (Bild: Keystone/Walter Bieri)
Basel

Längere Öffnungszeiten sind keine Patentlösung

Migros-Chef Herbert Bolliger will die Ladenöffnungszeiten liberalisieren. So soll nur noch das Arbeitsgesetz regeln, wie lange der Detailhandel offen bleibt. Für die Unia kommt dieser Vorstoss nicht in Frage.

Bei längeren Ladenöffnungszeiten würden sich die Arbeitsbedingungen im Detailhandel drastisch verschlechtern. Davon ist Unia-Sprecher Thomas Leuzinger überzeugt: «Es muss den Eltern möglich sein, dass sie ihre Kinder am Abend selber ins Bett bringen». Würden die Öffnungszeiten liberalisiert, müssten sogenannte Working-Poor wegen der Lohnzuschläge vermehrt in der Nacht arbeiten.

Balthasar Settelen, Präsident des Detailhandels-Verbands ‹Pro Innerstadt Basel› sieht hier kein Problem: «Längere Öffnungszeiten schaffen zusätzliche Arbeitsplätze». Arbeitnehmer, die Nachtschichten in Kauf nehmen, würden sich problemlos finden. Schliesslich sei niemand gezwungen, in der Nacht zu arbeiten, sagt Settelen weiter.

Längere Ladenöffnungszeiten lösen Probleme nicht

Die Probleme der Läden in der Innenstadt liessen sich auf diese Weise aber trotzdem nicht lösen, so Settelen. Den Einkaufstourismus könnten auch Öffnungszeiten bis 23 Uhr nicht lösen. «Es wäre aber eine Gelegenheit, das Geschäft in Basel attraktiver zu machen.» Weder Balthasar Settelen noch Thomas Leuzinger glauben derzeit an eine Mehrheit im Basler Stimmvolk.

Hier die news vom 18. April 2016 zum Thema:

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In aller Kürze:

Die Gewerkschaft Unia ist gegen längere Öffnungszeiten beim Detailhandel..

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