Petitionsübergabe
Baselland

Tagesmütter auf Protestmarsch

In Allschwil protestieren Tagesmütter gegen eine Lohnkürzung. Seit Anfang Monat zahlt die Gemeinde rund 30 Prozent weniger. Mit einer Petition wollen sich die Tagesmütter nun die gleichen Arbeitsbedingungen erkämpfen.

Statt neun Franken 50 pro Stunde und Kind, bezahlt Allschwil nur noch sechs Franken plus Zulagen. Damit will die Gemeinde die Preise an jene der Region anpassen. «Bisher haben wir mehr bezahlt als zum Beispiel Basel», sagt Nicole Nüssli, Gemeindepräsidentin von Allschwil, «da ist eine Senkung nicht vermessen.» Unter diesen Umständen wollen die Tagesmütter aber nicht arbeiten. Eine Mehrheit hat den neuen Vertrag nicht unterschrieben. Stattdessen kämpfen sie mit einer Petition um die bisherigen Konditionen. «Es wäre ein Rückschritt, sollte Allschwil an der Lohnkürzung festhalten», sagt Tagesmutter Jasmine Cosmai. Mit ihren flexiblen Arbeitszeiten wären sie für Familien ein wichtiges Angebot. Beispielsweise für Eltern deren Schichten für Tagesheime zu früh beginnen.

Nicole Nüssli Gemeindepräsident Allschwil FDP

Nicole Nüssli, Gemeindepräsidentin Allschwil, hat die Petition entgegengenommen.

800 Unterschriften haben die Tagesmütter heute dem Gemeinderat übergeben. «Derzeit sehen wir keine Möglichkeit, höhere Löhne zu finanzieren», sagt Nüssli. Auch für einen Kompromiss fehle der finanzielle Spielraum. Für die Tagesmütter ist klar: Sollte der Gemeinderat nicht auf ihre Forderung eingehen, würden sie in einem neuen Verein um zusätzliche Subventionen kämpfen. Auch dass die Tagesmütter am Ende die neuen Bedingungen und den Vertrag doch noch akzeptieren, sei nicht ausgeschlossen.

Beitrag vom 13. April 2016 in den Telebasel News:

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In aller Kürze:

Mit einer Petition wollen sich die Tagesmütter in Allschwil gleiche Arbeitsbedingungen erkämpfen.

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