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Geschmacklos: Niels Ruf verspottet Cicero via Twitter

Viele Menschen betrauern derzeit den Tod des Jazz-Sängers Roger Cicero. Anders der ehemalige TV-Moderator und ‹Let's Dance›-Kandidat Niels Ruf: Er nutzt die Gelegenheit für einen geschmacklosen Tweet - neben reichlich Aufmerksamkeit gibt es für ihn nun auch einen ordentlichen Shitstorm.

Der Tod des Jazz-Musikers Roger Cicero am 24. März sorgte für viel Bestürzung und Trauer im Netz. Die Nachricht über einen Hirninfarkt kam plötzlich und schockte die Fans des 45-Jährigen. Der ehemalige deutsche TV-Moderator Niels Ruf, der zuletzt bei der TV-Show ‹Let’s Dance› mit seiner provokanten Art und unpassenden Sprüchen für Schlagzeilen sorgte, hat nun einen drauf gesetzt: Mit einem Tweet zum Tod des beliebten Jazz-Musikers, in welchem er spasseshalber schreibt, er habe zwei Roger Cicero-Tickets zum halben Preis abzugeben.

Seither tobt die Twitter-Gemeinde vor Wut auf den 42-Jährigen. «halt deine unhöfliche klappe, du z-Promi!», kommentiert eine Twitter-Userin, die Ruf zugleich mit «lesbe!» betitelt.  «Aufmerksamkeit um jeden Preis, was? Klingt ganz nach Karriereende. Pietätloser Depp!», meint ein anderer User. Auf den Vorschlag eines weiteren Twitter-Users, Ruf solle sich die zwei Tickets doch einrahmen und diese als Eigenmotivation nehmen, um auch einmal berühmt und gemocht zu werden, reagiert der Gemeinte wieder auf seine eigene Weise: «bei 10 followern bräuchten sie die tickets aber dringender. wie gesagt: halber preis.» Auffallend ist, dass Ruf auf die meisten Anfeindungen reagiert – und weiterpöbelt. 216 Mal wurde Rufs Tweet inzwischen geteilt, 704 Usern gefällt die Botschaft offenbar.

In den Sozialen Medien drängt sich vor allem die Frage auf, weshalb der ehemalige TV-Moderator solch einen taktlosen Tweet in die Welt setzt. Für die Annahme eines Aufmerksamkeitsdefizits spricht die Tatsache, dass Ruf seinen «Twittertrend» verfolgt und mit den Worten «macht platz 1 draus» antreibt.

Später rudert Ruf ebenfalls via Twitter zurück und teilt mit, er wolle niemanden beleidigen. Für ihn «gehören humor und trauer eben zusammen». Weiter argumentiert er, dass der Tod schliesslich nicht für ein Lachverbot herhalten solle und masst sich an zu wissen, dass Roger Cicero dies sicher am wenigsten gewollt hätte. Es gleicht allerdings vielmehr einer verharmlosenden Rechtfertigung als einer aufrichtigen Entschuldigung. Was bleibt, ist ein Shitstorm und ein fahler Nachgeschmack.

Auch Comedian Atze Schröder findet Rufs provokanten Post so gar nicht witzig und zeigt auf seiner Facebook-Seite, was er davon hält:

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In aller Kürze:

Niels Ruf nutzt den Tod von Roger Cicero als Gelegenheit für einen geschmacklosen Tweet - und erntet einen Shitstorm.

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