keystone

Basel

Erste Buvette am Rhein geöffnet

Die warmen Temperaturen und die Sonnenstrahlen der letzten Tage scheinen die Betreiber der ‹Rhyschänzli Kaserne›-Buvette überzeugt zu haben: Der Frühling ist da. Andere Buvetten-Inhaber wollen sich von deren frühen Start aber nicht stressen lassen.

Sie verbreiten mediterranes Flair am Kleinbasler Rheinbord: Die Buvetten. Und die Basler danken es den beinahe schon zu Institutionen gewordenen Gastrobetrieben mit grosser Treue. Jeden Frühling ab Mitte April geniessen Kunden aus dem Quartier, Touristen und Stadtbummler kühle Getränke, Snacks und die Atmosphäre in den vier Open Air-Bars am Wasser.

Die ‹Rhyschänzli Kaserne›-Buvette eröffnete die Saison 2016 bereits heute – rund einen Monat früher als in vergangenen Jahren. Dies geht aus einem Post auf der Facebook-Seite des Unternehmens hervor:

Laut der Webseite der ‹Rhyschänzli Kaserne›-Buvette wäre der Start wie gewohnt Mitte April geplant gewesen. Dazu Jessica Degen, Betriebsleiterin der Buvette: «Wir öffnen eigentlich immer kurz vor Ostern. Und das gute Wetter hat uns endgültig überzeugt. Wenn der Container schon steht, warum dann nicht gleich anfangen?» Dass die Buvette an der Kaserne die Saison bereits Mitte März einläutete, sei laut Degen durchaus auch als Statement zu verstehen: «Wir sind wieder da, wir beleben das Rheinufer wieder.» Ausserdem sei es für ihr Team eine gute Gelegenheit, letzte Arbeiten und Anpassungen auszuführen, bevor die Sommerhitze die Menschen in Scharen ans Rheinufer treibe.

Degen durfte sich bereits am Eröffnungstag über gutes Feedback von Spaziergängern freuen. Bier wurde zwar erst wenig gezapft, aber die Kunden verweilten gerne bei einem heissen Getränk und einem Imbiss. «Wer uns jetzt schon besucht, hat den Vorteil, dass wir uns noch Zeit für ein Schwätzchen nehmen können. Wenn bei 30 Grad dann eine Riesenschlange wartet, muss alles speditiv gehen.»

Wie sieht es aber mit der Bewilligung aus? Laut Reglement dürfen Buvetten ab dem Starttag sechs Monate lang bewirtschaftet werden. Der frühe Start hiesse theoretisch: Schon Mitte September ist wieder Schluss. Jessica Degen rechnet aber damit, dass es die Behörden damit nicht so genau nehmen: «Wir werten das Gebiet mit unserem Angebot auf und bedienen ein Bedürfnis der Bevölkerung. Darum gehen wir davon aus, dass das Tiefbauamt ein Auge zudrückt. Aber eine Garantie gibt es natürlich nicht.»

Andere Buvetten-Betreiber stört das nicht

Philipp Geisinger, Inhaber der ‹Flora›-Buvette, lässt sich von der frühen Eröffnung nicht aus dem Konzept bringen: «Der Starttermin der Buvette an der Kaserne ist schon arg früh. Aber wir machen sowieso unser eigenes Ding. Von daher finde ich es gut, wenn am Rheinufer schon was offen ist. Das spielt letztlich auch uns in die Karten.» Sein eigener Container steht seit zwei Tagen am Rheinufer und wird nun für den Betrieb auf Vordermann gebracht. Voraussichtlich kann man sich bei ihm ab Anfang April bewirten lassen.

Die Geschäftsführerin der ‹Oetlinger Buvette›, Eva Baudenbacher, hat ebenfalls nicht vor, ihre Pläne wegen der frühen Eröffnung an der Kaserne zu ändern: «Nächste Woche stellen wir den Container auf. Und dann starten wir Anfangs April, je nach Wetter.» Die Vorbereitungen für die fünfte Saison laufen, überstürzt werde nun aber nichts. Die Facebook-Seite der Buvette verrät sogar schon ein konkretes Datum:

Für eine Stellungnahme bisher nicht erreichbar war die ‹Dreirosen›-Buvette.

‹Bollwerk›-Betreiber ebenfalls die Ruhe selbst

Auch der neuste Player im Buvetten-Geschäft, die ‹Buvette am Bollwerk›, sieht im frühen Startschuss für die Saison kein Problem. Nach Ansicht von Geschäftsführer Roger Greiner unterscheiden sich sowohl die Lage als auch die Rahmenbedingungen seines Betriebs von denjenigen der Rheinbord-Bars genügend. «Wir unterliegen ja sowieso nur der Buvetten-Reglementierung, weil der Staat uns in keiner anderen Schublade unterbringen kann», meint er. Anstatt nun überhastet zu eröffnen, wollen sein Team und er sich lieber darauf konzentrieren, die aus der Saison 2015 gewonnenen Erkenntnisse sauber umzusetzen.

Die ersten Gäste werden auf dem Bollwerk voraussichtlich ab Ende April bewirtet – je nach Wetter und Voranschreiten der Aufbauarbeiten ein wenig früher oder später. Diese kann Greiner nämlich erst in Angriff nehmen, wenn der Rasen soweit ist: Anfang April wird neu gesät, danach folgt der Rasenschutz, und dann die Eröffnung.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

In aller Kürze:

‹Rhyschänzli Kaserne›-Buvette ist offen.