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Basel

Drogenszene: Abhöraktion deckt Heroinhandel in Basel auf

Intensive Ermittlungen sowie eine Abhöraktion waren notwendig, um eine albanische Heroin-Bande zu überführen. Über vier Monate hinweg sollen vier Bandenmitglieder mit 13 Kilo Heroin im Basler Matthäus-Quartier gedealt haben. Nun stehen sie vor Gericht - und schweigen.

Eine professionell organisierte Heroin-Bande mietete in Basel mehrere Wohnungen an der Sperrstrasse, der Haltingerstrasse und der Maulbeerstrasse, die sie als Drogenbunker nutzte. Im Zeitraum von Januar bis Anfang Mai 2015 sollen die Bandenmitglieder im Matthäus-Quartier mindestens 13 Kilo Heroin verkauft und laut Staatsanwaltschaft damit einen Umsatz von 200’000 Franken generiert haben. So berichtete 20 Minuten am 15. März 2016. Aufgrund umfangreicher Ermittlungen des Betäubungsmitteldezernats und einer Abhöraktion müssen sich nun vier Männer als Mitglieder der albanischen Drogenbande vor Gericht verantworten. Das Urteil wird am Donnerstag erwartet.

Dass der Heroinhandel im grossen Stil erfolgte, zeigen sowohl die tief verwobenen Organisationsstrukturen als auch das hochprofessionelle Vorgehen der Bande. So ist zwar durch die Anklageschrift bekannt, dass noch weitere Personen am Drogenhandel beteiligt waren, diese konnten bislang jedoch nicht identifiziert werden. Zudem konnte vor dem Basler Strafgericht am Montag nicht eindeutig geklärt werden, welcher Hierarchiestufe die überführten Männer zuzuordnen sind.

Angeklagte setzten auf Verschwiegenheit

Es wurde allerdings festgestellt, dass es sich bei den Angeklagten um zwei Läufer und einen Mittelsmann handelt. Der vierte im Bunde gilt als angeblicher Kopf des Dealerkreises. Drei der vier Verhafteten sind zudem einschlägig vorbestraft. Alle zeigten sich jedoch zurückhaltend und äusserten sich weder zu den Beweisen, noch zu den Hintermännern. «Ich kann den Namen meines Auftraggebers nicht nennen, sonst ist das Leben meiner Familie gefährdet», sagt einer der Männer gemäss 20 Minuten.

Der Staatsanwältin zufolge soll jeder der Männer gewusst haben, was er zu tun hatte. Sie beschreibt die Bandenstruktur gegenüber 20 Minuten als ein «hierarchisch strukturiertes Gefüge». So sollen Dealer und Abnehmer beispielsweise einen Code, der Daten zu Preis, Zeitpunkt und Örtlichkeit der Übergabe enthielt, zur Kommunikation verwendet haben. Der Bandenanführer und zweifache Familienvater soll die Bestellungen dann telefonisch oder per SMS entgegengenommen haben. Darüber hinaus wurden auch Drogenverstecke vereinbart, wie beispielsweise in Blumenbeeten oder Vorgärten. Wie beständig die Organisation tatsächlich war, zeigte sich an einem konkreten Fall: Als ein Mittelsmann und ein Läufer der Heroin-Bande im März 2015 verhaftet wurden, hat dies zwar kurzzeitig das Geschäft beeinflusst, allerdings wurde der Läufer prompt durch einen neuen ersetzt.

Junkies geben Auskünfte vor Gericht

Vor Gericht wurden auch mehrere Junkies befragt, die ebenfalls bei der Abhöraktion identifiziert wurden und als Abnehmer der Bande Auskünfte erteilen sollten. Bis zu 3,5 Kilo Heroin sollen diese erworben und teilweise weiterverkauft haben. Sie wurden für ihr Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz ebenfalls belangt. Der Preis für das Heroin gestaltete sich je nach Kunde variabel und lag zwischen 70 und 100 Franken. Die Mindestmenge pro Verkauf belief sich auf fünf Gramm Heroin.

Anders als die Staatsanwältin, die das Delikt als einen grösseren Fall von Heroinhandel einstuft und zwischen vier und zehn Jahre Haft fordert, plädieren die Verteidiger auf mildere Strafen. Für die Saatsanwältin wiegt unter anderem der Verstoss gegen das Betäubungsmittelgesetz und banden- und gewerbsmässige Geldwäscherei schwer. Die andere Seite hingegen verweist auf eine dünne Beweislage. In einem Fall ist sogar von Freispruch die Rede. Es bleibt bis zum 17. März 2016 abzuwarten, wie sich das gerichtliche Tauziehen um das Straffmass entwickelt.

2 Kommentare

  1. Diesen Immigranten sollte das aufenhaltsrecht entsogen und ein landesverweis erteilt werden….
    Jetzt bezahlt der steuerzahler für die unterbringung eines solch kriminellen einwanderes….

    Dank, an alle linken parteien die solchen leuten eine plattform und unterstützung in unseren rechtssystem bietet…

    Das wolltet ihr ja…Report

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In aller Kürze:

Eine albanische Drogenbande verkaufte in Basel 13 Kilo Heroin. Dank umfangreicher Ermittlungen und einer Abhöraktion stehen die Dealer nun vor Gericht.

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