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Schweiz

Lara und der Griff zur Kristallkugel

Lara Gut kann schon am Wochenende in Lenzerheide den Sieg im Gesamtweltcup perfekt machen - und damit vollenden, was seit dem verletzungsbedingten Aus von Gegenspielerin Lindsey Vonn ohnehin klar zu sein scheint.

Tina Maze: Sabbatical für den gesamten Winter. Anna Fenninger: Schwere Knieverletzung kurz vor Beginn der Saison. Mikaela Shiffrin: Knieverletzung Mitte Dezember in Are in Schweden, gut zwei Monate Zwangspause. Lindsey Vonn: Knieverletzung Ende Februar in Soldeu in Andorra, vorzeitiges Saisonende. Der Reihe nach haben sich die grössten Konkurrentinnen von Lara Gut betreffend Kampf um die grosse Kristallkugel aus dem Rennbetrieb verabschiedet.

Die grauen Theorien

Also liegt Lara Gut nunmehr in der Gesamtwertung allein auf weiter Flur. 263 Punkte Vorsprung auf ihre erste Verfolgerin Viktoria Rebensburg hat sie mit ins Bündnerland genommen – eine Marge, welche die Deutsche nur noch in grauer Theorie wettmachen kann, zumal in ihren bevorzugten Disziplinen lediglich vier Rennen ausstehend sind: Am Samstag in Lenzerheide ein Super-G, danach beim Finale in St. Moritz eine Abfahrt, nochmals ein Super-G und ein Riesenslalom.

Alle Theorien kann Lara Gut schon am Sonntag beseitigt haben. Holt sie aus Super-G und Kombination in Lenzerheide 38 Punkte mehr als Viktoria Rebensburg, ist der erste Gesamtsieg einer Schweizerin seit 21 Jahren und Vreni Schneider auch mathematisch unter Dach und Fach. Und wenn schon von Theorie die Rede ist: Lara Gut würden sogar schon 37 Punkte Mehrertrag gegenüber der Bayerin reichen. Gewinnt Viktoria Rebensburg alle vier besagten Rennen, hätte sie wie die Tessinerin sechs Saisonsiege auf dem Konto. Als zweites Kriterium für Platz 1 im Gesamtklassement kämen die zweiten Plätze zur Anwendung. Diesbezüglich hätte Lara Gut mit 3:2 die Nase vorn.

Spitzfindigkeiten

Spitzfindige werden diesen Annahmen entgegnen, dass Viktoria Rebensburg auch in der Kombination in Lenzerheide und im abschliessenden Slalom in St. Moritz noch Punkte dazugewinnen könnte. In der Kombination dürfte sie es zumindest versuchen. Allerdings wäre die Aussicht auf einen satten Punktegewinn nicht allzu rosig. Siebenmal ist sie in dieser Sparte bisher im Weltcup angetreten, siebenmal ist sie leer ausgegangen. Das liegt primär an ihrer Slalom-Schwäche. Im Stangenwald hat sie sich auf oberster Ebene überhaupt noch nie versucht, und selbst auf Stufe FIS oder Europacup hat sie keine grossen Stricke zerrissen. Deshalb ist nicht davon auszugehen, dass Rebensburg sich für den finalen Slalom im Engadin einschreiben wird.

Für Lara Gut spricht in Lenzerheide auch das Gelände. Auf der nach Silvano Beltrametti benannten Strecke hat sie beim Weltcup-Abschluss vor zwei Jahren sowohl die Abfahrt als auch den Super-G für sich entschieden. Die Bedingungen könnten der Tessinerin auch im Schlussspurt um die Disziplinensiege im Super-G und in der Kombination in die Hände spielen. In der Super-G-Wertung hat sie als Zweitplatzierte 64 Punkte weniger als Lindsey Vonn auf dem Konto, aber 70 Punkte mehr als die drittklassierte Liechtensteinerin Tina Weirather. In der Kombination liegt sie nach zwei von drei Prüfungen zusammen mit der Kanadierin Marie-Michèle Gagnon (und Lindsey Vonn) in Führung – zwei Punkte vor Teamkollegin Wendy Holdener.

Tina Maze: Sabbatical für den gesamten Winter. Anna Fenninger: Schwere Knieverletzung kurz vor Beginn der Saison. Mikaela Shiffrin: Knieverletzung Mitte Dezember in Are in Schweden, gut zwei Monate Zwangspause. Lindsey Vonn: Knieverletzung Ende Februar in Soldeu in Andorra, vorzeitiges Saisonende. Der Reihe nach haben sich die grössten Konkurrentinnen von Lara Gut betreffend Kampf um die grosse Kristallkugel aus dem Rennbetrieb verabschiedet.

Die grauen Theorien

Also liegt Lara Gut nunmehr in der Gesamtwertung allein auf weiter Flur. 263 Punkte Vorsprung auf ihre erste Verfolgerin Viktoria Rebensburg hat sie mit ins Bündnerland genommen – eine Marge, welche die Deutsche nur noch in grauer Theorie wettmachen kann, zumal in ihren bevorzugten Disziplinen lediglich vier Rennen ausstehend sind: Am Samstag in Lenzerheide ein Super-G, danach beim Finale in St. Moritz eine Abfahrt, nochmals ein Super-G und ein Riesenslalom.

Alle Theorien kann Lara Gut schon am Sonntag beseitigt haben. Holt sie aus Super-G und Kombination in Lenzerheide 38 Punkte mehr als Viktoria Rebensburg, ist der erste Gesamtsieg einer Schweizerin seit 21 Jahren und Vreni Schneider auch mathematisch unter Dach und Fach. Und wenn schon von Theorie die Rede ist: Lara Gut würden sogar schon 37 Punkte Mehrertrag gegenüber der Bayerin reichen. Gewinnt Viktoria Rebensburg alle vier besagten Rennen, hätte sie wie die Tessinerin sechs Saisonsiege auf dem Konto. Als zweites Kriterium für Platz 1 im Gesamtklassement kämen die zweiten Plätze zur Anwendung. Diesbezüglich hätte Lara Gut mit 3:2 die Nase vorn.

Spitzfindigkeiten

Spitzfindige werden diesen Annahmen entgegnen, dass Viktoria Rebensburg auch in der Kombination in Lenzerheide und im abschliessenden Slalom in St. Moritz noch Punkte dazugewinnen könnte. In der Kombination dürfte sie es zumindest versuchen. Allerdings wäre die Aussicht auf einen satten Punktegewinn nicht allzu rosig. Siebenmal ist sie in dieser Sparte bisher im Weltcup angetreten, siebenmal ist sie leer ausgegangen. Das liegt primär an ihrer Slalom-Schwäche. Im Stangenwald hat sie sich auf oberster Ebene überhaupt noch nie versucht, und selbst auf Stufe FIS oder Europacup hat sie keine grossen Stricke zerrissen. Deshalb ist nicht davon auszugehen, dass Rebensburg sich für den finalen Slalom im Engadin einschreiben wird.

Für Lara Gut spricht in Lenzerheide auch das Gelände. Auf der nach Silvano Beltrametti benannten Strecke hat sie beim Weltcup-Abschluss vor zwei Jahren sowohl die Abfahrt als auch den Super-G für sich entschieden. Die Bedingungen könnten der Tessinerin auch im Schlussspurt um die Disziplinensiege im Super-G und in der Kombination in die Hände spielen. In der Super-G-Wertung hat sie als Zweitplatzierte 64 Punkte weniger als Lindsey Vonn auf dem Konto, aber 70 Punkte mehr als die drittklassierte Liechtensteinerin Tina Weirather. In der Kombination liegt sie nach zwei von drei Prüfungen zusammen mit der Kanadierin Marie-Michèle Gagnon (und Lindsey Vonn) in Führung – zwei Punkte vor Teamkollegin Wendy Holdener.

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In aller Kürze:

Lara Gut braucht am Wochenende 38 Punkte mehr als Viktoria Rebensburg für die Grosse Kugel.