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Basel

FCB demontiert chancenlose Hoppers

Der FC Basel führt die enttäuschenden Grasshoppers auswärts in Unterzahl regelrecht vor. Nach dem 4:0 im Letzigrund steht der siebte Meistertitel der Bebbi in Serie eigentlich nicht mehr zur Debatte.

Als Michael Lang nach seinem zweiten Treffer – erneut nach einer Vorlage von Regisseur Matías Delgado – zur Jubel-Tour in die Kurve der FC Basel-Anhänger abdrehte, nahm die Lektion für die Grasshoppers deutliche Formen an. Am Ende weitete der FCB seine Gala zur Demontage der chancenlosen Hoppers aus.

Das 4:0 des Titelhalters lässt keinen Diskussionsspielraum mehr offen. Nach dem dritten Erfolg in Folge im Stadion der Hoppers ist die vorzeitige Zäsur im Championat endgültig unumstösslich: Ein Vorsprung des FCB von 15 Punkten ist nach sportlichem Ermessen nicht mehr zu verspielen – schon gar nicht von einem Verein, der auf Schweizer Ebene der Konkurrenz innerhalb der letzten sechs Jahre in allen relevanten Kategorien vorausgeeilt ist.

Am siebten Titelgewinn in Serie im Frühjahr 2016 zweifeln nur noch berufsbedingte Pessimisten. Seit Beginn der nun bereits mehrjährigen Erfolgsserie der Basler war der Abstand zum Rest der Liga nach dem zweiten Spiel der Rückrunde nie grösser. Die Monotonie ist greifbar, weder GC noch die weiterhin vor allem unkonstanten und ineffizienten Young Boys sind in der Lage, den FCB zu stoppen. Nur im Cup liess sich Basel ausmanövrieren, im Kerngeschäft hingegen lässt er keine Nachlässigkeiten zu.

Nach 20 Minuten entschieden

Die Affiche war für nationale Verhältnisse vielversprechend. GC, seit einem weiteren Umbau im vergangenen Sommer frisch und angriffslustig, forderte den Dominator der letzten sechs Jahre heraus. Auch neutrale Experten hatten der statistisch besten Zürcher Offensive die Qualität attestiert, die Bebbi beim ersten Rendezvous seit dem 3:2-Coup im St.-Jakob-Park erneut ernsthaft zu bedrängen.

Zwei Cornerbälle genügten dem FCB, alle Prognosen zu widerlegen und die Zürcher Hoffnungen frühzeitig auf den Nullpunkt zu senken. Der FC Basel hatte mit der 2:0-Führung vor knapp 9500 Zuschauern mit den ersten beiden Angriffen klare Verhältnisse geschaffen und Pierluigi Tamis paralysierte, phasenweise mutlose Equipe reagierte auf den Fehlstart weitgehend ratlos.

Selbst der Platzverweis von Marc Janko (31.) änderte am Drehbuch nichts mehr. Dass der Liga-Topskorer tief in der eigenen Platzhälfte an der Seitenlinie gegen Moritz Bauer zum rustikalen Tackling angesetzt hatte und seine Equipe ohne Not schwächte, erschwerte die Situation Basels nicht einmal ansatzweise. Selbst in Unterzahl kontrollierten die Gäste den Kontrahenten problemlos – sie stellten den Rekordmeister gar bloss.

Nach 20 überaus einseitigen Minuten führte der Branchenprimus 2:0. Lang, vor seinem Wechsel ans Rheinknie während Jahren bei GC eine Leaderfigur, profitierte von einer ersten Desorientierung des GC-Keepers Joël Mall (12.).

Das 2:0 von Rotblau begünstigte Philippe Senderos. Der Rückkehrer aus der Premier League fälschte einen scharfen Querpass Breel Embolos ab, der aufgerückte Innenverteidiger Marek Suchý schob den Ball über die Linie.

Senderos kein Faktor

Für Philippe Senderos verlief das erste Spiel auf der Schweizer Klubbühne seit seiner Dernière mit Servette im Mai 2003 im Letzigrund (2:5) nicht wunschgemäss. Der Genfer bemühte sich an seinem 31. Geburtstag zwar, aber in verschiedenen Szenen fehlte ihm das Timing – die Jahre als Reservist in England haben Spuren hinterlassen.

Und dass sein letzter Einsatz mit der Reserve-Equipe von Aston Villa bereits über zehn Monate zurückliegt, war von ihm nicht zu kaschieren. An der Seite des erst 17-jährigen Juniors Jan Bamert gelang es ihm (noch) nicht, für die benötigte Stabilität zu sorgen. Die Tagesformschwäche seiner Mitspieler vereinfachten Senderos’ ohnehin schwierige Aufgabe selbstredend nicht.

(sda)

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