Eine Nierentransplantation, durchgeführt am Universtitätsspital Basel. / zVg USB

Basel

Noch nie wurden am Unispital soviele Nieren transplantiert

Mit 81 Nierentransplantationen erreichte das Basler Universitätsspital 2015 einen Rekord: In der 48-jährigen Geschichte der Nierentransplantation am USB wurden noch nie so viele Fälle behandelt. Doch auch die Zahl der Patienten auf der Warteliste nahm zu.

Im zweitgrössten Nierentransplantationszentrum der Schweiz am Universitätsspital Basel (USB) wurden noch nie so viele Nieren transplantiert wie vergangenes Jahr. Wie das USB heute mitteilt, stammten die 81 Nieren im USB verpflanzten Nieren von 34 lebenden Spendern, in 47 Fällen von Verstorbenen.

Laut dem leitenden Transplantationskoordinator des USB Thomas Vögele habe sich die Zahl der Organspender auch am USB leicht erhöht. Damit liegt die Region offenbar im nationalen Trend. Die Stiftung Swiss Transplant, die sich für Forschung und Koordination der Organspende in der Schweiz engagiert, hatte zu Beginn des Jahrs mitgeteilt, dass 2015 schweizweit mit 471 noch nie so viele Organe transplantiert wurden. Der Anstieg habe satte 17 Prozent ausgemacht. Bei Leber und Nieren habe die Transplantationsaktivität letztes Jahr gar um 30 Prozent zugelegt.

Wettlauf gegen die Zeit

Dennoch wirke sich diese positive Entwicklung noch nicht darauf aus, dass weniger Organempfänger auf der Warteliste sterben. Hier erhöhte sich die Zahl der Menschen, denen nicht rechtzeitig ein lebensrettendes Organ zugeteilt werden konnte laut Swisstransplant auf 65 (2014: 61).

Auf der Liste des USB stünden laut Vögele aktuell 211 Personen, die auf ein Organ warten. «Patienten warten nicht Monate, sondern Jahre auf ein passendes Organ», sagt der Transplantationskoordinator. Leider steige allerdings auch in Basel die Zahl der Wartenden schneller, als Organe zur Verfügung, so Vögele weiter.

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In aller Kürze:

Trotz mehr ausgeführten Transplantationen steigt die Zahl der Patienten auf der Warteliste an.