Basel

Clowns vertreiben Trübsal im Kinderspital

Weihnachten im Spital zu verbringen, ist kein Vergnügen. Schon gar nicht für Kinder. Besuche von Clowns sollen die kleinen Patienten auf andere Gedanken bringen und ihnen ein Lachen ins Gesicht zaubern.

Einen Aufenthalt im Krankenhaus wünscht sich niemand, schon gar nicht über Weihnachten. Vor allem Kindern fällt es schwer, ausgerechnet während der Feiertage im Spitalbett liegen zu müssen. Doch im Universitären Kinderspital beider Basel UKBB ist die Bettenstation voll mit kleinen Patienten belegt, denen genau das blüht.

Dreimal die Woche besuchen Clowns der Stiftung Theodora das UKBB. Während der Feiertage ist diese Aufmunterung der Kinder besonders willkommen. Jeder der Clowns hat dabei seine eigenes Markenzeichen und seinen eigenen Künstlernamen. Telebasel begleitete am Heiligabend 2015 ‹Dr. Hatschi› und ‹Dr. Schnickschnack› bei ihrer Krankenvisite auf der Abteilung B. Hier liegen Kinder, die eben erst eine Operation hinter sich haben und Weihnachten mit Sicherheit im Spital verbringen müssen. Die beiden Artisten versuchen, den Kleinen mit ihren Tricks ein Lachen ins Gesicht zu zaubern.

Die Stiftung Theodora wurde 1993 von den Brüdern André und Jan Poulie gegründet. Nach einem Unfall war André Poulie als Kind selbst während mehrerer Monate ans Spitalbett gebunden. Die häufigen und aufmunternden Besuchen seiner Mutter Theodora hatten ihm den Aufenthalt erträglicher gemacht. Deshalb wurde die Stiftung später auch nach dem Vornamen der Mutter der Poulie-Brüder benannt.

In der Schweiz sind für die Stiftung Theodora 22 Jahre nach deren Gründung 56 professionelle Clowns unterwegs, die während des ganzen Jahrs Kinder in Krankenhäusern besuchen. Alle Clowns müssen aber zuerst eine zweijährige Ausbildung durchlaufen, bevor sie die Patienten von Kinderspitälern aufmuntern dürfen. Diese Vorbereitung auf junge und teils umso tragischere Schicksale sei wichtig. Dennoch kämen die Spitalclowns immer wieder an ihre Grenzen bei den Besuchen, wie Janine Henner alias Dr. Schnick Schnack erzählt:

Die Kinder warten oft sehnsüchtig auf die Clowns. Die Besuche dauern jeweils eine Viertelstunde pro Patient. Eigentlich eine kurze Zeit, sie reiche aber aus, um mit den Kindern in eine andere Welt einzutauchen, weit weg von Spritzen und Stethoskopen. Die meisten Kinder seien zugänglich für die Clownbesuche, deren Lohn aus den strahlenden Kinderaugen komme:

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In aller Kürze:

Spitalclowns sind für kranke Kinder wichtig, denn Lachen ist bekanntlich die beste Medizin.

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