Baselland

Das Volk stimmt voraussichtlich über das Bruderholzspital ab

Das Volk bestimmt über die Zukunft des Bruderholzspitals: Am 21.Dezember hat ein überparteiliches Komitee die Initiative «Ja zum Bruderholzspital» eingereicht.

Blauweiss-gestreifte Regenschirme ragen in die Luft, darunter hat sich ein Grüppchen Frauen und Männer in weissen Kitteln versammelt. Sie lachen – kein Wunder, denn sie haben zwei Kartonschachteln dabei,  gefüllt mit 4200  Unterschriften für die Initiative «Ja zum Bruderholzspital». Ein überparteiliches Komittee hat die Initiative gestern eingereicht und vor dem Rathaus in Liestal dem Gemeindeschreiber übergeben.

Die Initianten hatten ihre Unterschriften in nur 30 Tagen zusammen, und sammelten fast drei Mal mehr als nötig. Das ist ein gutes Zeichen für das Begehren. SP-Landrätin Pia Fankhauser ist denn auch zuversichtlich:

Gegen Abbau

Die Befürworter verschiedener Parteien wollen mit ihrer Initiative das Bruderholz-Spital erhalten, ausserdem fordern sie, dass die Grundversorung in den Spitälern in Laufen und Liestal bewahrt wird. Laut Fankhauser ist das wichtig und richtig. «Wir stärken damit die Spitäler im Wettbewerb.»

Das Komittee stellt sich mit der Initiative gegen die Pläne der Regierungen auf dem Land und in der Stadt. Zur Erinnerung: Diese wollen die kantonalen Spitäler in beiden Kantonen zusammenzulegen. Dafür ist geplant, das Spital auf dem Bruderholz abzureissen und stattdessen eine Tagesklinik zu eröffnen. Patienten sollen nur noch für kleine Operationen ins Bruderholz gehen, nach denen sie noch am selben Tag wieder nach Hause können. Momentan habe die Region mehr Spitalbetten als Patienten, argumentieren die Regierungsräte. Sie wollen zudem das medizinische Angebot am Standort Laufen reduzieren.  Für die Patienten bedeutet das, dass sie – je nach Krankheit – nicht mehr ins nächstegelegene Spital können, sondern denjenigen Standort wählen müssen, der für das Leiden spezialisiert ist.

Der Baselbieter Regierungsrat Thomas Weber schrieb Telebasel in einer Stellungnahme:

«Ein Gespräch mit dem Initiativkomitee ist für Anfang 2016 vorgesehen, in dem die konkreten Anliegen des Komitees besprochen werden sollen.»

Der Landrat wird im Frühling 2016 darüber entscheiden, ob die Initiative rechtsgültig ist.

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In aller Kürze:

Ein überparteiliches Komitee hat die Initiative «Ja zum Bruderholzspital» eingereicht.

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