Basel

Plüschtier stirbt im Teddybär-Spital

Jedes Jahr bringen Kindergarten-Kinder ihre Plüschtiere ins Teddybär-Spital. Dort untersuchen sie sie zusammen mit Ärzten. So sollen ihre Ängste vor Ärzten verlieren.

Mitten auf dem grossen Tisch liegt ein Hase, er ist braun-weiss gecheckt und es geht ihm schlecht. Ein Knabe zündet ihm mit einer Taschenlampe in die Augen. Dann bespricht er die Diagnose mit einer Medizinerin im weissen Kittel. Wir sind hier im Teddybär-Spital am Universitätsspital Basel.

Das Teddybären-Spital ist eine Idee von Medizinstudenten, es soll den Kindern die Angst vor dem Spitalbesuch nehmen.  Jedes Jahr laden sie vier Kindergärten ins Spital ein. Diese nehmen ihre Plüschtiere und schlüpfen in die Rolle der Eltern. Dann untersuchen sie sie zusammen mit den Medizinstudenten. Wie bei einem realen Spitalbesuch müssen die Tiere zuerst in eine Sprechstunde, in der die Ärzte mit den Kindern besprechen, was den Tieren fehlt und wie sie untersucht werden. Die Tiere müssen eine ganze Reihe von Tests durchlaufen, erzählt der siebenjährige Matej:

Und Amra erzählt von einem Besuch bei einer Frau «dort hinten»:

Marisol (7) hat ihre Schildkröte dabei und weiss nicht recht, was alles mit ihrem Tier geschieht:

Ein gebrochenes Horn

Das Teddybär-Spital gibt es seit fünf Jahren. Der Sinn davon sei, dass Kinder das Spital von innen sähen und damit vertraut würden, sagt Alvyn Chee, der das Projekt leitet. «Wir besprechen alles mit ihnen – die Krankengeschichte, Röntgen oder MRI», sagt er. Dazu gehören auch die Zahnkontrolle und am Schluss besuchen die Kinder eine Apotheke.

Doch wie im richtigen Leben, können Ärzte nicht zaubern. So gibt es auch im Teddybären-Spital nicht für alle Tiere Hoffnung. Der siebenjährige Marco musste einen Verlust hinnehmen:

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In aller Kürze:

Wenn Kinder ihre Plüschtiere ins Spital bringen, können sie sehen, was mit Patienten passiert.