Basel

Alle sind fürs Stadtcasino

Die Erweiterung des Stadtcasinos kommt weiter. Alle Fraktionen im Grossen Rat haben dem Beitrag von 40 Millionen Franken zugestimmt.

Sogar die Gruppierung, die gegen das Vorgängerprojekt von 2007 das Referendum ergriff, will das Casino nun unterstützen. «Wir werden dieses Jahr sicher nichts dagegen unternehmen», sagt Roland Lindner, Grossrat der SVP BS. «Wir von der SVP machen kein Referendum. Urs Müller vom grünen Bündnis hat eine Erklärung für den Sinneswandel: «Die, die damals gegen den Klotz waren, haben mit diesem Projekt etwas vorgestellt bekommen, zu dem man ja sagen kann».

Entkoppelung zwischen Musiksaal und Stadtcasino

Dass das Projekt so gut ankommt liegt vor allem am Entwurf des Architekturbüros Herzog und de Meuron. Statt eines Neubaus gibt es eine Entkoppelung zwischen Musiksaal und Stadtcasino, sowie einen Erweiterungsbau. Conradin Cramer, Grossrat LDP BS: «Dieses Projekt nimmt mehr Rücksicht auf den bestehenden Bau, es ist kein Fremdkörper».

So fiel die Entscheidung sehr klar aus: Mit 88 zu einer Stimme, mit einer Enthaltung, sprach sich der Grosse Rat deutlich für das Projekt aus. Und das, obwohl die Kosten von knapp 40 Millionen Franken hoch sind. «Das Geld ist natürlich ein Thema, es handelt sich um einen grossen Kredit», sagt Conradin Kramer. Bei dieser Frage helfe aber, dass es eine grössere Summe an privaten Spenden gebe und das Casino ohne staatliche Subventionen betrieben werde.

Diese Argumente überzeugten auch den Grossen Rat. Die Höhe des Kredits war am 18. November 2015 kein Thema. Auch vom einzigen Architekten im Grossen Rat, Roland Lindner,  gibt es nur einen kleinen Verbesserungsvorschlag. Er befürchtet, der neue Durchgang zwischen Barfüsserplatz und Steineberg werde missbraucht werden: «Da besteht doch die Gefahr, dass es ein Pissoir gibt», nervt er sich. Lindners Idee zur Vorbeugung ist eine Kombination von Bewegungsmelder und Sprinkleranlage. Wann immer jemand an die Wand «brünzelt» bekäme er eine Dusche verpasst, sowie er auch der armen Wand eine Dusche antut. Das Ganze sei lustig gemeint, schmunzelt der SVP-Politiker.

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