Baselland

Grossdemo in Liestal gegen Sparpolitik

Die Baselbieter Staatsangestellten gehen in Liestal auf die Strasse. Sie protestieren gegen die Sparpolitik des Kantons.

Lehrerinnen, Verwaltungsangestellte, Gewerkschafter und Polizisten haben am späten Nachmittag des 10. Septembers 2015  vor dem Regierungsgebäude in Liestal Lärm gemacht. Sie protestieren gegen die angekündigten Sparmassnahmen, die die Regierung vorgestellt hat. Die Lehrer wehren sich dagegen, dass sie von der Politik oft als Kostentreiber bezeichnet werden. Roger von Wartburg vom Lehrerverein Baselland (LVB) bringt den Frust auf den Punkt:

Auf dem Rücken des Staatspersonals zu sparen, sei falsch. Die Lehrkräfte möchten nicht den Preis für die Steuersenkungen der Vergangenheit zahlen – dies räche sich. «Dadurch wird der Druck auf uns immer grösser, Unsicherheit macht sich breit und Motivation geht verloren», sagt Ernst Schürch von der amtlichen Kantonalkonferenz der Lehrer Baselland. «Unsere Berufe verlieren stark an Attraktivität, viele Kolleginnen und Kollegen wechseln bereits nach kurzer Zeit die Arbeitsstelle.»

Viel aufgestauter Frust hat sich an der Demonstration entladen, damit die Kundgebung aber nicht einfach verpufft, möchte die Linke so viele wie möglich der 132 angekündigten Sparmassnahmen verhindern. Die SP sei auch daran, Budgetpostulate vorzubereiten, um das Steuer herumzureissen. Der grosse Aufmarsch habe Folgendes gezeigt:

Sparen könne man zum Beispiel gut beim Strassenbau. Konkret ginge es jetzt darum, das 1.8 Millionen teure ELBA-Projekt zu verhindern und so mehr Mittel für Bildungsausgaben frei werden zu lassen.

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In aller Kürze:

Die Baselbieter Lehrer und Polizisten demonstrieren gegen angekündigte Sparmassnahmen.