Basel

Bruderholzspital soll zur Tagesklinik werden

Thomas Weber und Lukas Engelberger planen ein Grossprojekt: Sie wollen die kantonalen Spitäler unter einem Dach vereinen und so Kosten sparen.

Und es geht doch: Die beiden Basel können sehr wohl zusammenspannen. Zumindest, wenn es um die Spitäler geht. Die Gesundheitsdirektoren Lukas Engelberger und Thomas Weber haben sich Grosses vorgenommen: Der CVP-Mann aus der Stadt und der SVP-Mann vom Land planen, das Unispital Basel und das Kantonsspital Baselland unter einem Dach zu vereinen, wie sie an einer Medienkonferenz bekannt gaben. Das sieht dann so aus:

So wollen beide Basel ihre Spitäler organisieren.
So wollen beide Basel ihre Spitäler organisieren.

Basel und Liestal werden zu Hauptstandorten, das bedeutet einen Abbau bei den Standorten Laufen und Bruderholzspital:

  • das Spital in Laufen wird reduziert
  • das Bruderholzspital wird abgerissen, an seine Stelle kommt eine Tagesklinik auf das Bruderholz

Patienten sollen nur noch für kleine Operationen ins Bruderholz gehen, nach denen sie noch am selben Tag wieder nach Hause können. Momentan habe die Region mehr Spitalbetten als Patienten, argumentierten die Regierungsräte. Für die Patienten bedeutet das, dass sie – je nach Krankheit – nicht mehr ins nächstegelegene Spital können, sondern denjenigen Standort wählen müssen, der für das Leiden spezialisiert ist. Das sei aber kein Problem, sagen Engelberger und Weber. Über die Hälfte der Patienten aus dem Baselbiet liessen sich bereits heute in der Stadt behandeln. Weber: «Die Patienten nehmen keine Rücksicht auf die Kantonsgrenzen».

Turbulente Zeiten für Personal

Ziel der neuen Spitalstrategie ist es, effizienter zu werden. Engelberger sagt:

Wie genau die Spitäler ihre Zusammenarbeit rechtlich regeln und wie die Spitäler nachher im Detail aussehen, werden die Regierungsräte erst im Sommer 2016 geklärt haben. Wichtig ist für Thomas Weber vor allem, dass der Kanton Baselland mit seinen Standorten Liestal, Laufen und Bruderholz Geld sparen kann. Im Jahr 2014 hat das Kantonsspital Baselland im operativen Geschäft ein Minus von 0.7 Millionen Franken gemacht.

Sicher ist: Auf das Personal der Spitäler kommen turbulente Zeiten zu. Doch Engelberger und Weber versicherten, aufgrund des grossen Personalmangels im Gesundheitsbereich müsse niemand um seine Stelle fürchten.

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In aller Kürze:

Baselland und Basel-Stadt wollen die kantonalen Spitäler zusammenlegen.

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